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Bild 1 von 3. Grösser und stärker: Dieser Adler spannt seine mächtigen Flügel in der 30 Kilometer grossen Sperrzone von Tschernobyl. Trotz Radioaktivität entwickeln sich Tier- und Pflanzenwelt hier prächtig. Bildquelle: Reuters.
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Bild 2 von 3. Eine grosse Kohlmeise sitzt auf den Beinen eines toten Wilds: Forscher erfassten die Werte von 16 verschiedenen Tieren. Darunter Vögel wie Amsel, Rauchschwalbe und Kohlmeise. Bildquelle: Reuters.
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Bild 3 von 3. Auch sie scheinen von der seit 1986 bestehenden Radioaktivität Kraft zu schöpfen: Wildschweine auf der Suche nach Futter mitten im tiefen Winter. Für Menschen birgt diese Sperrzone hohe Gefahr. Bildquelle: Reuters.
28 Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl haben Forscher im Fachjournal «Functional Ecology» berichtet: Einige dort lebenden Vogelarten profitierten offenbar von erhöhten Strahlenwerten. Sie seien dadurch grösser und hätten weniger DNA-Schäden als ihre Artgenossen in weniger belasteten Gebieten.
Die Forscher der Universität Paris-Süd untersuchten über 150 Vögel innerhalb und nahe der Sperrzone. Sie entnahmen ihnen Blut-, Sperma- und Federproben. Vögel aus Orten mit höherer Strahlenbelastung wiesen im Schnitt bessere Ergebnisse auf und hatten eine besonders hohe Konzentration des Antioxidans Glutathion im Blut. Es kann negative Effekte der Strahlung ausgleichen und bestimmte hochreaktive Moleküle entschärfen. Radioaktive Strahlung kann bei Menschen zu Krebserkrankung führen.