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Panorama Papst will Mutter Teresa heiligsprechen

18 Jahre nach ihrem Tod soll die «Mutter der Armen» in den Kreis der Heiligen aufgenommen werden. Dies berichtet die Zeitung der italienischen Bischofskonferenz. Zur Zeremonie im kommenden Herbst werden Hunderttausende Gläubige erwartet.

Legende: Video «Mutter Teresa wird heiliggesprochen» abspielen. Laufzeit 0:42 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 18.12.2015.

Der Papst will Mutter Teresa im kommenden Herbst heiligsprechen. Franziskus hat ein Dokument ratifiziert, das der Ordensschwester eine Wunderheilung bestätigt.

Damit ist der Weg für eine Heiligsprechung frei, die am 4. September 2016 erfolgen wird, wie die Zeitung der italienischen Bischofskonferenz «Avvenire» berichtet. Das Datum müsse indes noch von einem Konsistorium bestätigt werden.

Hunderttausende werden erwartet

Die Heiligsprechung von Mutter Teresa soll zum Highlight des «Jubiläumsjahres der Barmherzigkeit» werden, das der Papst am 8. Dezember eröffnet hat und das bis zum 20. November 2016 läuft. Hunderttausende Pilger werden zur Heiligsprechung erwartet.

Die Ordensgründerin ist als «Mutter der Armen» weltweit bekannt. Als Albanerin mit bürgerlichem Namen Agnes Gonxha Bojaxhiu wurde sie in Skopje geboren. Mit 18 Jahren trat sie in den Orden der Loreto-Schwestern in Irland ein, der sie als Lehrerin nach Kalkutta sandte.

Mutter Teresa auf einem Plakat
Legende: Starb im hohen Alter in Kalkutta: Mutter Teresa. Reuters

Verteidigerin der katholischen Werte

1948 siedelte sie in eines der schlimmsten Elendsviertel von Kalkutta über, um dort das Leben der Armen zu teilen. Schon ein Jahr später konnte sie dort mit einheimischen jungen Frauen eine eigene Ordensgemeinschaft gründen – die «Missionarinnen der Nächstenliebe», die heute weltweit tätig sind.

Mutter Teresa verteidigte Zeit ihres Lebens die traditionellen Werte der katholischen Kirche. Scheidung, Empfängnisverhütung und Abtreibung lehnte sie strikt ab.

Erhielt 1979 den Friedensnobelpreis

Für ihr Lebenswerk wurden ihr zahlreiche Ehrungen zuteil, unter anderem der Friedensnobelpreis 1979. 1997 starb Mutter Teresa mit 87 Jahren in Kalkutta. Bereits sechs Jahre später, 2003, sprach Papst Johannes Paul II. sie selig. Zur Zeremonie in Rom waren damals 300'000 Menschen gekommen.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Der Vatikan hat also ein "Wunder" bestätigt. Nun kann heilig gesprochen werden. Man fragt sich, wie lange die kath. Kirche auf Hokuspokus anstelle seriöser Grundlagen setzt. Warum kann man nicht auf andere Weise solchen Menschen ein würdiges Andenken sichern, die nach ihrem Befinden Ausserordentliches für den Glauben oder die Menschheit geleistet haben? Warum muss jemand "heilig" gesprochen, zumal, wenn als Voraussetzung dafür ein "Wunder" nachzuweisen ist?
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  • Kommentar von Daniel Leibundgut (vvlidusik@yahoo.com)
    @goetschi.Dieser Brauchtum der Katolischen Kirche ist Gotteslästerung.Sprich ein sündiger Mensch ist nicht befugt jemand Heilig zu sprechen.Das ist Anmasend. Es steht in den Zehn Geboten du sollst keine anderen Götter neben mir(Die Dreieinigkeit) haben. Wer durch Menschen heilig gesprochen wird wird von gewissen Menschen spätestens dan als (wenn auch verstorben) als Gottheit verehrt.Also kann man das nicht mit einem plumpen "Sie lebt nicht mehr" abtun.
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  • Kommentar von Daniel Leibundgut (vvlidusik@yahoo.com)
    Niemand sollte durch lächeliche Stellvertreter auf Erden heilig gesprochen werden.Niemand auf diesem Planet ist heilig und wird je heilig sein. Wir sind allemal Sünder und.......Gott Vater,Jesus Christus und der heilige Geist sind die einzigen Heiligen und Gerechten im Universum in alle Ewigkeit. Amen.
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    1. Antwort von W. Ineichen (win)
      Das Wort zum Sonntag.
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    2. Antwort von roland goetschi (pandabiss)
      @Leibundgut. Wo genau liegt Ihr Problem. Es ist ein altes brauchtum der römisch-katholischen Kirche "Martyrologium Romanum". PS: 1997 starb Mutter Teresa, also ist Sie eigentlich nicht mehr auf unserem Planeten.
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