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Ein Wanderer, der mit seinem Handy die Namen der Berge bestimmt, mit «Peakfinder», auf dem Display drei Pokémon-Figuren.
Legende: «Killer»-Applikationen dank Augmented Reality: Peakfinder und Pokémon Go. Peakfinder/Screenshots (Montage SRF)
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Pokémon Go war nur der Anfang Augmented Reality wird immer mehr unseren Alltag durchdringen

Es ist sechs Jahre her, als Google die «Glass»-Brille präsentierte. Sie wurde zum Flop, trug aber viel dazu bei, den Stein für die Entwicklung der erweiterten Realität (Augmented Reality – AR) ernsthaft ins Rollen zu bringen. 2018 wird diese Entwicklung noch zulegen.

Virtual Reality (VR) ist in aller Munde – doch AR (Augmented Reality – erweiterte Realität) werden wir bald alle selbst in der Hand haben. «Schuld» sind – einmal mehr unsere Smartphones.
Bis Ende Jahr werden weltweit 800 Millionen Smartphones im Umlauf sein, so eine Schätzung, Link öffnet in einem neuen Fenster des Beratungsunternehmen Deloitte. Dank eingebautem AR Kit, Link öffnet in einem neuen Fenster von Apple oder AR Core, Link öffnet in einem neuen Fenster von Google müssen diese Geräte dann nur noch mit AR-Apps aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden.
Teure Investitionen in eine spezielle Brille und leistungsfähige Hardware müssen die Anwender für AR also nicht tätigen – ein weiterer Vorteil im Gegensatz zu VR.

Pokémon Go war der erste AR-Umsatz-Bolzer

Was den Umsatz mit der Technologie angeht, hat die erweiterte Realität die virtuelle Realität schon lange überholt: Es wird geschätzt, dass Pokémon Go allein in den ersten drei Monaten mehr als 600 Millionen US-Dollar an mobilen AR-Einnahmen generiert hat. Das war mehr als der Wert des gesamten VR-Software-Marktes.

Eine Hand mit einem Smartphone, darin ein Stuhl, wie er in der echten Stube hintendran aussehen würde.
Legende: Wie macht sich der Stuhl im Wohnzimmer (wenn er denn einmal zusammengeschraubt ist)? IKEA

Noch viel wichtiger als der wirtschaftliche Erfolg von Pokémon Go ist, dass das Spiel erfolgreich dazu beigetragen hat, die AR-Technologie zu transformieren hin zu einem Mainstream-Produkt für jedermann.

Deshalb kann man davon ausgehen, dass in nächster Zeit immer mehr AR-Anwendungen auf den Markt kommen werden oder bereits seit kurzem angekommen sind, die das Potential haben, sehr viele Menschen zu erreichen – im Alltag.

Zum Beispiel die App Place von Ikea. Mit ihr können Kunden die Produkte des schwedischen Möbelhauses mittels AR im Raum platzieren, bevor sie diese kaufen.

Technologie mit Potential zur Alltags-Durchdringung

Nicht nur Einzelhändler werden in mobile AR-Technologie investieren, AR könnte auch die Landwirtschaft verändern, den Energiesektor, Finanzdienstleistungen, die Gesundheitsversorgung und die Arbeitswelt. Mit anderen Worten: AR wandelt sich zu einer universell einsetzbaren Technologie.

Ein Techniker vor einem Stapler, dazwischen eingeblendet ein Menü als erweiterte Realität.
Legende: AR leitet den Techniker Schritt für Schritt durch einen Reparaturvorgang. Zühlke

Beispiele belegen das: Der Staplerhersteller Jungheinrich etwa setzt AR ein, um Servicemitarbeiter zu unterstützen – egal, in welchem Land er sich aufhält.

Die Organisation Medical Realities bietet medizinisches Training an in AR (und auch VR). Dadurch sollen die Kosten der Ausbildung gesenkt werden und Studenten auf der ganzen Welt medizinische Handgriffe trainieren können.

Ein drittes spannendes Projekt heisst Accu Vein. Das spezielle Gerät soll das Blutabnehmen erleichtern, in dem es die Adern scannt und auf der Hautoberfläche anzeigt.

So sollen Venen mit einer bis zu 3,5 Mal höheren Wahrscheinlichkeit gleich beim ersten Einstich getroffen werden. Wenn das kein Fortschritt ist für die vielen mehrfach gelöcherte Patienten!

Wer hat's erfunden?

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Mit Peakfinder hat der Schweizer Fabio Soldati schon vor acht Jahren einen AR-Klassiker programmiert. Ebenso lange gibt es verschiedene Formen von «Skyview»-Apps, mit denen das Smartphone überlagernd zum realen Bild Sternbilder und Planeten anzeigt. AR ist also schon viel älter, als es oft den Anschein macht.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli  (thkaepp)
    Sind wir uns eigentlich bewusst, dass uns diese kleinen „Alltagshelferlein“ immer denkfauler und abhängiger machen? Wozu sich noch etwas einprägen, ist ja bei Bedarf alles online und fast in Echtzeit abrufbar. Wehe aber, der blöde „intelligente Dachziegel“ ist mal nicht verfügbar. Wozu noch Fremdsprachen lernen? Simultan-Sprachübersetzter stehen uns kurz bevor. Wozu sein räumliches Vorstellungsvermögen und Orientierungssinn noch trainieren? Das Smart-Phone und Apps machen es doch viel besser.
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  • Kommentar von Tom Duran  (Tom Duran)
    Zu kompliziert, zu aufwändig. Virtuelle Möbel im Raum platzieren, dass gibt es schon seit Jahren. Nur nutzen es die wenigsten. Genau so werden Alexa und Co. floppen. Wer zur Hölle spricht schon mit einem Lautsprecher oder sonstigem Gerät? Ok, die Leute in der Werbung tun es. Aber in der Realität probiert man es aus und legt es bald zur Seite. Solche Hypes, sind sie nicht eine wirkliche Erleichterung, sie dienen nur dazu den Markt neu zu beleben. Bald wird noch mehr Plastikschrott der rumsteht!
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    1. Antwort von Martin Hess  (MH)
      Selten so einen kurzsichtigen Schwachsinn gelesen. Ob sie/wir es wollen oder nicht, AR und VR wird kommen und unser Leben verändern. Auch in Basel.
  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Das brauchts...dringend...
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    1. Antwort von Henriette Rub  (ehb)
      ...auf jeden Fall! Heutzutage können doch viele Menschen ohne den neuesten Hype nicbt leben. Mir selber gelingt das ohne Probleme und beschäftige mich tausendmal lieber mit meinen realen Hunden. So kommt ganz viel Liebe zurück