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Wassermelonen mit bitterem Beigeschmack
Aus Kassensturz vom 03.05.2022.
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Prekärer Wassermangel Wassermelonen mit bitterem Beigeschmack

Im sonst schon trockenen Südspanien wird der Wassermangel noch prekärer. Damit wir das ganze Jahr Melonen essen können.

Tausende Tonnen Wassermelonen, die in der Schweiz verzehrt werden, stammen aus der südspanischen Provinz Almeria. Almeria ist einer der trockensten Regionen Europas. Die Süsswasserreserven sind dort sehr knapp. Die Wasserknappheit wird durch die Massenproduktion in Gewächshäusern weiter verschärft. Mit der Produktion im Gewächshaus können die Produzenten die Saison verlängern.

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Antonio Fernandez: «Das Wasser wird uns hier ausgehen.»
Aus Kassensturz vom 03.05.2022.
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Entsprechend steigt der Wasserbedarf. Antonio Fernandez von der Umweltorganisation Grupo Ecologista Mediterraneo warnt: «Alles hat seine Grenzen. Es kommt der Moment, wo es unmöglich wird, hier Landwirtschaft zu betreiben. Weil uns schlicht das Wasser ausgegangen ist.»

Ökologische Katastrophe zeichnet sich ab

Als hier vor 50 Jahren die ersten Gewächshäuser für die Melonenproduktion entstanden, gab es in der Provinz Almeria noch genügend Wasser. Regen aus den Bergen im Hinterland speiste das Grundwasser an der Küste.

Doch dieses Wasser ist längst verbraucht, erklärt Javier Alcantara vom regionalen Wasserversorger: «Die Treibhäuser haben sich so stark ausgebreitet, dass das Wasser im obersten Grundwasserspeicher zur Neige ging.» Brunnen bis 50 Meter Tiefe sind deshalb versiegt. Der Grundwasserspiegel ist teilweise unter Meeresniveau gesunken. Damit dringt Salzwasser aus dem Meer ins Grundwasser.

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Javier Alcantara: «Die Treibhäuser haben sich so stark ausgebreitet, dass das Wasser im obersten Grundwasserspeicher zur Neige ging.»
Aus Kassensturz vom 03.05.2022.
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Stellungnahmen der Detailhändler

Aldi, Coop, Lidl und Migros verkaufen aktuell alle Wassermelonen aus Spanien. Schweizerinnen und Schweizer essen jährlich rund 37'000 Tonnen Wassermelonen. Die Läden versprechen einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und verweisen auf verlangte Zertifizierungen wie AWS (Alliance for Water Stewardship) oder GlobalGAP. Migros ist sich bewusst, «dass mit Wasser in Almeria sorgsam umgegangen werden muss». Coop hat «strenge Vorgaben, welche mehrmals im Jahr mit unangemeldeten Kontrollen überprüft werden». Spar bezieht Wassermelonen hauptsächlich aus Süditalien.

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Kassensturz, 03.05.22, 21:05 Uhr

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32 Kommentare

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Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Guten Abend liebe Community. Wir schliessen die Kommentarspalte an dieser Stelle und wünschen Ihnen einen angenehmen Abend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Benito Boari  (Antoine)
    Ist scheinbar vielen noch nicht klar.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Zum Glück können KonsumentenInnen noch frei wählen, was sie kaufen wollen, oder auch was sie effektiv benötigen!
    Eigen-Verantwortung übernehmen als Konsument/Konsumentin und entsprechend konsumieren!