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Pulitzer-Preis vergeben «New York Times» für Russland-Berichte ausgezeichnet

  • Die «New York Times» hat den renommierten Pulitzer-Preis für ihre Russland-Berichterstattung erhalten.
  • Die US-Zeitung habe über «eine Reihe packender Geschichten mit grossem Risiko» berichtet, erklärte die Jury ihren Entscheid.
  • Das Blatt habe damit das «aggressive Vorgehen von Russlands Präsident Wladimir Putin enthüllt», hiess es weiter.

Der «New York Times» zufolge geht es bei ihren Recherchen unter anderem um Mordanschläge und Einmischung bei Wahlen in den Jahren nach den Desinformationskampagnen zur US-Präsidentschaftswahl 2016.

Weitere Preise gingen an die «Anchorage Daily News» und die Recherche-Plattform «ProPublica» für ihre Geschichten zu Dörfern ohne ausreichenden Polizeischutz in Alaska sowie an Brian Rosenthal, ebenfalls für die «New York Times», für seine Investigativ-Recherche zu Taxifahrern in New York.

Video
Aus dem Archiv: 100 Jahre Pulitzer-Preis
Aus Tagesschau vom 18.04.2016.
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Auch Pressefotografen ausgezeichnet

Ebenfalls hat das Schicksal eines Insassen im US-Gefangenenlager Guantánamo die Jury des wohl begehrtesten Journalismus-Preises der Welt bewegt: Ben Taub vom Magazin «New Yorker» gewann mit seinem Feature «Guantánamos Dunkelstes Geheimnis», das eine Mischung aus Berichterstattung vor Ort und lyrischer Prosa enthalte.

Darin geht es um einen Mann, der entführt, gefoltert und in dem Lager für mehr als ein Jahrzehnt seiner Freiheit beraubt wurde. Die Geschichte biete eine «nuancierte Perspektive auf Amerikas facettenreichen Krieg gegen den Terror», hiess es.

Ein Demonstrant rennt vor einem Polizisten weg
Legende: Bilder der Nachrichtenagentur Reuters zu den Protesten in Hongkong wurden mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Reuters

Die Nachrichtenagenturen Reuters und Associated Press gewannen den Preis für ihre Foto-Berichterstattungen von den Protesten in Hongkong und der Krise in der umstrittenen Region Kaschmir. Für die AP wurden dabei die Journalisten Channi Anand, Mukhtar Khan and Dar Yasin namentlich genannt.

Zum 104. Mal verliehen

Die Gewinner der Pulitzer-Preise wurden zum 104. Mal bekannt gegeben. Aufgrund der Corona-Krise war die eigentlich für den 20. April geplante Veranstaltung zuvor um zwei Wochen verschoben worden. Den Jury-Mitgliedern – teils selbst Journalisten, die derzeit über die Pandemie berichten – sollte so mehr Zeit zur Beurteilung der Finalisten gegeben werden.

Pulitzer-Preis: Auch nicht-journalistische Kategorien

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  • 14 der 21 Kategorien der Pulitzer-Preise sind journalistischen Arbeiten vorbehalten – von investigativen Geschichten über Fotos bis zu Karikaturen.
  • Die Auszeichnung wird aber auch für Literatur sowie für Musik und Theater vergeben.
  • Die Preisträger bestimmt eine Jury, die an der New Yorker Columbia-Universität angesiedelt ist.

SRF 4 News, 23:00 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Luzius Brotbeck  (LuziBrot)
    Wenn jemand diesen Preis verdient hätte & wirklich mutig war, dann ja v.a. Julian Assange von Wikileaks, der die Verbrechen des Westens v.a. der USA aufgedeckt hat nun selber wie ein Verbrecher behandelt wird.

    Bei aller berechtigten Chin-/ Russland-Kritik, scheint dieser Preis leider für Propaganda, bzw. Russland- & China-Bashing sowie Putin-Dämonisierung instrumentalisiert zu werden. Mit mutigem Journalismus hat dies wenig zu tun wohl eher mit Meinungsmache, Rudel- & Thesenjournalismus.
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