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Der Auftritt von Gjon's Tears am ESC-Finale
Aus News-Clip vom 22.05.2021.
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Reaktionen zum Auftritt Schweizer ESC-Triumph: Auch vom Bundesrat gibt es Applaus

«Tout l'univers» vermochte nicht ganz «tout l'europe» zu überzeugen. Der diesjährige ESC-Gewinner heisst Italien, doch Gjon’s Tears erreichte für die Schweiz den dritten Platz. Da gratuliert sogar die Regierung.

Mit der Startnummer 16 und seinem Lied «Tout l’univers» spazierte Gjon Muharremaj, alias Gjon's Tears, für die Schweiz ins Eurovision Song Contest Finale, wo er am Samstagabend Jury und Fernsehpublikum überzeugte. 432 Punkte heimste der 22-jährige Freiburger ein und sicherte sich damit hinter Frankreich und Italien den dritten Platz.

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Gjon's Tears' Reaktion auf seinen dritten Platz beim ESC
Aus News-Clip vom 23.05.2021.
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Bei der Jurywertung kam der Beitrag aus der Schweiz gar auf Platz 1, ein Ritterschlag, sagt Tom Glanzmann, Präsident des Schweizer ESC Fanclubs: «Bei Gjons Song muss man gut hinhören und ein musikalisch professionelles Ohr haben, um seine Qualität zu erkennen. Das Publikum schaut eher auf den Künstler selbst und auf sein Outfit. Vielleicht hat uns das den einen oder anderen Punkt gekostet, aber es war halt 100 Prozent Gjon’s Tears.»

Junger Musiker singt voller Inbrunst auf der Bühne am 65. Eurovision Song Contest.
Legende: Schweizer Auftritt am 65. ESC Gjon's Tears performt seinen Song «Tout l'univers» am 65. Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam. Keystone , Link öffnet in einem neuen Fenster

Spannende Rangverkündigung

Gegen Mitternacht begann am 65. Eurovision Song Contest das grosse Zittern. Immer mehr Länder rückten auf, immer unklarer wurde der Ausgang des diesjährigen Wettbewerbs – bis Italien mit 524 Punkten als klares Siegerland feststand.

Die Band Maneskin traf mit ihrem rockigen Protestsong «Zitti E Buoni» den Geschmack des Publikums und laut Glanzmann einen Nerv der Zeit: «Es ist ein Song, der sehr schnell funktioniert. Inhaltlich geht es um eine Jugend, die aufsteht und sich abgrenzen will. Vor zwei Wochen war ich im Tessin und bemerkte, dass eine Gruppe von jugendlichen Klimaaktivisten diesen Song hörte. Er scheint bei dieser Generation gut anzukommen.»

Applaus vom Bundesrat

Gjon’s Tears Podestplatz ist eine Sensation in der jüngeren Geschichte der Schweiz am ESC. Da applaudiert sogar der Bundesratspräsident höchstpersönlich:

Auch Bundesrat Alain Berset lässt sich die Glückwünsche an Gjon's Tears nicht nehmen und hinterlässt dem jungen Musiker ein «Bravo» in den sozialen Medien.

Auf der Social Media Plattform Instagram schreibt Bundesrat Alain Berset «Bravo» und markiert den Schweizer ESC-Sänger Gjon's Tears.
Legende: Ein «Bravo» von Bundesrat Alain Berset Bundesrat Alain Berset gratuliert Gjon's Tears zum 3. ESC-Platz auf der Social Media Plattform Instagram. Instagram / @alain.berset , Link öffnet in einem neuen Fenster

Dass die Schweiz über einen ESC-Podestplatz jubeln konnte, ist schon eine Weile her. 28 Jahre sind vergangen, seitdem Annie Cotton im Jahr 1993 mit «Moi, tout simplement» den dritten Platz erreichte. Danach hat es erst Luca Hänni wieder unter die ersten Fünf geschafft. Mit «She Got Me» machte der Berner Sänger im 2019 den 4. Platz und holte seine Heimat damit aus einem längeren «Zero Points»-Sumpf.

«Wir werden immer besser», freut sich ESC-Experte Glanzmann nach dem erfolgreichen ESC-Abend. Und: «Wenn wir so weitermachen, steht der Sieg demnächst vor der Tür.»

«Gesichter und Geschichten», 23.05.2021; 18:40 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Kaiser  (Hanu)
    Gratulation zum tollen Resultat! Bitte aber im nächsten Jahr für das Staging nicht mehr mit Sacha Jean-Baptiste zusammenarbeiten. Gjon hat nicht dank, sondern trotz ihrer Bühneninszenierung gut abgeschnitten. Es war schon ziemlich schmerzhaft mitansehen zu müssen, wie Gjon da auf der Bühne mit wild rudernden Armen unfreiwillig komisch wirkte. Für einen simplen DanceTrack wie denjenigen von Luca Hänni 2019 mag sie ja geeignet sein, hier hat sie aber die Atmosphäre des Songs völlig platzgewalzt.
  • Kommentar von Ralph Geier  (ChiefGeronimo)
    Ein toller, einzigartiger Song, mit beeindruckender Stimme und sympathisch vorgetragen. Diese Einzigartigkeit habe ich beim italienischen und französischen Beitrag vermisst. Wetten, dass man von dieser Italo-Band nichts mehr hören wird, im Gegensatz zu Gion.
  • Kommentar von Jaro Bels  (Gotod)
    „Das Publikum schaut eher auf den Künstler selbst und auf sein Outfit…“ Künstler und sein Outfit waren ja dabei absolut in Ordnung, aber die Choreografin hat sich eher als Schwanensee-Fan geoutet. Ich hab jedenfalls abwechslungsweise gegrinst und Kopf gedreht. Nix für die Teenager….