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Knie-Probleme: Streit mit Viagogo geht weiter
Aus Espresso vom 16.07.2021.
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Rechtsstreit geht weiter Rückschlag für Zirkus Knie wegen Viagogo

Viagogo geschäfte teilweise unlauter, urteilte das Handelsgericht St. Gallen. Nun zieht Viagogo das Urteil weiter.

In aller Deutlichkeit hatte das Handelsgericht St. Gallen das Geschäftsmodell der Ticketplattform Viagogo kritisiert. Im Urteil zu einer Klage des Zirkus Knie hatte es gleich mehrere Geschäftspraktiken der Ticketplattform als unlauter und irreführend bezeichnet. Das Urteil war im Juni 2021 publik geworden, SRF berichtete.

Das Bundesgericht muss entscheiden

Wie zu erwarten war, ist der Rechtsstreit damit aber nicht beigelegt. Auf Anfrage bestätigt die Ticketplattform, dass sie das Urteil ans Bundesgericht weitergezogen hat. Weiter äussert sich Viagogo nicht dazu: «Wir bitten um Verständnis, dass wir ein laufendes Verfahren nicht kommentieren können.»

Auch beim Zirkus Knie will man sich angesichts des laufenden Verfahrens nicht im Detail äussern. Auf Anfrage heisst es, Viagogo habe all jene Punkte angefochten, in denen die Plattform vor dem Handelsgericht unterlegen sei. Man wolle alles daransetzen, dass auch das Bundesgericht im Sinne des Zirkus’ entscheide.

Fantasie-Kategorien und mangelnde Transparenz

In der Klage hatte der Zirkus Knie Viagogo vorgeworfen, Vorstellungen als ausverkauft zu bezeichnen, für welche noch Tickets erhältlich gewesen seien. Zudem hatte der Zirkus kritisiert, dass auf Viagogo Tickets für Kategorien erhältlich gewesen seien, die es gar nicht gegeben habe. Das Handelsgericht bestätigte dies und urteilte, das sei «irreführend».

Und schliesslich geht es in dem Urteil auch um die Preistransparenz. Es zeigt auf, wie sich während des Bestellprozesses auf Viagogo die Preise Schritt für Schritt erhöhen. Durch knappe Zeitfenster und Hinweise auf grosse Nachfrage bestehe aber die Gefahr, dass die Nutzerinnen und Nutzer diese Preise gar nicht ausreichend studieren könnten, so das Handelsgericht.

Es verlangte, dass Viagogo den Gesamtpreis mit allen Teilbeträgen (Ticketpreis, Bearbeitungsgebühr, Buchungsgebühr, Mehrwertsteuer) während mindestens drei Minuten anzeige, damit Käuferinnen und Käufer Zeit hätten, den zu bezahlenden Endbetrag vor Kaufabschluss noch einmal zu studieren.

Espresso, 15.07.2021, 8:13 Uhr

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Arber Thaqi  (arberi.th)
    @SRF zweitletzter Paragraph: [...] grosse Nachfrage bestehe aber die */die/* Gefahr, das [...]

    Ein "die" zu viel und eine kleine allgemeine Anmerkung: Letzter Zeit häufigen sich immer mehr grammatikalische Fehler. Werden die Texte nicht durchgelesen oder warum haben Schweizer Journalisten so viel Mühe mit der deutschen Sprache?
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Arber Thaqi
      Guten Tag Herr Thagi
      Danke für den Hinweis. Ist korrigiert. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Georg Fischer  (SGF)
    Es lebe das gute alte Reisebüro. Man kennt sich,die Angebote stimmen (in der Regel, Ausnahmen gibt es) kostet halt einen kleinen Bearbeitungsaufwand und mein persönlicher Aufwand ist entsprechend kleiner. Die ganzen nur Online Buchungsplatformen sollten genauer angeschaut werden den auch Hotels bekommen deren Praktiken zu spüren,nicht zum Vorteil der Hotels natürlich.
    1. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Letztes mal als ich beim guten alten Reisebüro hat ein „H“ als Anfangsbuchstaben. Mir wurde ein Flug ZHR nach POP angeboten. Als ich mir den Preis auf der Webseite angeschaut habe, war er 500 Franken günstiger als offeriert. Auf Anfrage hiess es, dass halt der Beratungsaufwand halt teuer sei. Dann habe ich halt die Flüge und die zwei Hotels und die Transfers annulliert und bei einem kleinen Reisebüro in D bestellt. Mehr als 1/3 günstiger.
  • Kommentar von Ursula Pfeiffer  (Unuck)
    Ich hoffe doch, dass Viagogo endlich das Handwerk gelegt wird. Ihr Geschäftsverhalten ist reine Abzocke!