Rekord-Halbjahr 2016: So nass war es noch nie

Regen, Regen, Regen. Wer das Gefühl hat, dieses Jahre sei das Wetter besonders schlecht, hat recht. In der ganzen Schweiz war die erste Jahreshälfte zu nass. In Basel gar so nass wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Die gute Nachricht: Rein statistisch kann es nur noch trockener werden.

Ein Mann sitzt auf einer Bank, die Füsse im Wasser. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: An das viele Nass müssen wir uns wohl gewöhnen: SRF Meteo rechnet auch in Zukunft mit mehr Regen im Frühling und Herbst. Keystone

Besonders eindrücklich sind die Zahlen in Basel. Im ersten halben Jahr fiel hier mehr Niederschlag als im ganzen letzten Jahr. Und: Seit 1864, als die Aufzeichnungen begannen, war es in der ersten Jahreshälfte noch nie so nass.

Doch Basel ist nicht allein: Auch der Säntis verzeichnete ein Rekordhalbjahr. Und in Zürich, Luzern und St. Gallen regnete es ebenfalls deutlich mehr als üblich, nämlich 150 bis 160 Prozent der durchschnittlichen Regenmenge. Dies zeigen die Zahlen von SRF Meteo. Und selbst im Tessin war die erste Jahreshälfte nasser als sonst - wenn auch nur minim.

Ein Blick in die Zukunft

Der viele Regen überrascht SRF Meteo nicht. «Wir gehen davon aus, dass es in Zukunft Frühling und im Winter mehr Niederschläge gibt», sagt SRF-Meteorologe Felix Blumer. Die Gesamtregenmenge sollte sich aber nicht verändern.

Rein statistisch kann es auch in diesem Jahr nur noch besser werden. Ob das Wetter sich an die Statistik hält, ist allerdings fraglich.

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