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Aus Rendez-vous vom 29.01.2021.
abspielen. Laufzeit 04:03 Minuten.
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RS im Homeoffice Zwischen Waffentest, engen Kampfstiefeln und Langeweile am PC

12'000 Rekrutinnen und Rekruten sind vor knapp zwei Wochen in ihre RS eingerückt. Nicht alle mussten sich wie sonst üblich in den Kasernen einfinden – für rund 5000 junge Frauen und Männer startete die Rekrutenschule zu Hause vor dem Laptop. Zum Schutz vor Corona. Eine von ihnen ist die zwanzigjährige Alina Lüthi aus dem Basellandschaftlichen Muttenz.

Junge Frau am Laptop am Tisch.
Legende: Rekrutin Alina Lüthi lernt nicht in der Kaserne, sondern im Homeoffice. SRF

Sie ist gelernte Zimmerin, allgemein eher praktisch veranlagt. Sechs Stunden pro Tag büffelt sie nun aber Militärtheorie. Es geht um Reglemente. Sie könnte sich vorstellen, weiterzumachen, vielleicht sogar Leutnant werden.

Der Mensch macht die Waffe böse

Vieles von dem, was sie lernt, interessiert sie. Etwa, wie die Schweiz atomare, biologische und chemische Gefährdungen abwehren will. Auch mit ihrer ersten Begegnung mit dem Sturmgewehr ist Alina zufrieden – auch wenn es nur eine Trockenübung war.

Video
Alina Lüthi freut sich auf die Kaserne
Aus SRF News vom 29.01.2021.
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In der Waffe selbst sieht Alina nichts Böses – erst der Mensch könne damit Böses anrichten, sagt sie. Das Lernen am Computer fällt manchmal auch schwer, die junge Frau mit den kurzen Haaren bezeichnet sich selbst als «Wildsau», die am liebsten draussen herumspringt.

Junge Frau am Laptop.
Legende: Militärtheorie am Esstisch: spannend, aber nicht ganz Alinas bevorzugtes Terrain. SRF

Ab und zu langweilt sie sich auch beim Lernen des vorgegebenen Stoffs. Etwa bei der integralen Sicherheit, dabei geht es um die Überprüfung von Personen und Unternehmen, die Zugang zu vertraulichen oder geheimen Informationen, Materialien oder Anlagen haben. Aber beim Einrücken in die Kaserne muss sie das alles können, die Rekrutinnen und Rekruten werden eine Prüfung zum Lernstoff im Homeoffice ablegen müssen.

Zum Glück wurde den Rekruten auch Sport verordnet, das ist ganz Alinas Welt, Joggen, Gewichte stemmen oder mit dem Hund lange Märsche üben. Da kann sie dann gleich ihre neuen Kampfstiefel einlaufen, die immer noch drücken.

Junge Frau schlüpft in schwarze Stiefel.
Legende: Ein Marsch in den Kampfstiefeln gehört auch zu den Home-RS-Aufgaben. Noch drückt der Schuh. SRF

Als Handwerkerin dient Alina bei den Genietruppen, bekannt für starke Kerle, die zupacken können. Sie stellen durch den Bau von Verkehrswegen die Mobilität aller Truppen sicher.

Als Rammpontonierin wird Alina nicht mit schwerem Geschütz auffahren, dafür mit schweren Baugeräten, die zum Brückenbau benötigt werden. Nach der dritten Woche rückt Alina in die Kaserne in Brugg (AG) ein. Ihre RS dauert insgesamt 18 Wochen. Wer Alina kennenlernt, weiss, dass die kleine Schwester von drei Brüdern das locker packen wird.

Junge Frau salutiert vor dem Spiegel.
Legende: Salutieren nach Anleitung und vor dem Spiegel. SRF

Rendez-Vous, 29.1.2021, 12:30 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Hansruedi Oberholzer  (ReaList12)
    Ich finde diese Home RS recht lächerlich. Ausserdem nervt mich diese Propaganda von Frauen im Schweizer Militär. Es ist und bleibt die Ausnahme und nicht die Regel das Frauen Militärdienst leisten. Obwohl es schon längst überfällig ist das es auch für Frauen zur Pflicht gehört Dienst zu leisten. Schliesslich leben wir im Zeitalter der Gleichberechtigung!
  • Kommentar von Patrick Steiner  (vb22)
    Vorbildliche, junge, moderne Frau. Vorbild für all diejenigen, welche die traditionellen Rollen aufweichen wollen.
    Und für alle, die bezweifeln, dass diese Frau etwas für die Gesellschaft macht, und die Zivis in den Vordergrund rücken möchten, sei Folgendes gesagt: Wer kommt nach einem Felssturz, Hochwasser und Dergleichen zum Einsatz?
    Die Genietruppen mit ihrem schweren Räumgerät.
    Aline, so weitermachen und Weitermachen.
  • Kommentar von Martin Egger  (Martin Egger)
    "Kampfstiefel"? Sind das die gewöhnlichen? Ich musste in meinen Militärstiefeln nie kämpfen. Und heute kann man nur noch im Cyberkrieg kämpfen, dank Pandemie.