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Nobelpreis
Aus Tagesschau vom 04.10.2021.
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Start der «Nobelpreiswoche» Medizin-Nobelpreis geht an David Julius und Ardem Patapoutian

  • Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an David Julius (USA) und den im Libanon geborenen Forscher Ardem Patapoutian für ihre Entdeckung von Rezeptoren für Temperatur und Berührung im Körper.
  • Das teilt das Karolinska-Institut in Stockholm mit.
  • Das Wissen werde genutzt, um Behandlungen für eine Reihe von Krankheiten zu entwickeln, darunter chronische Schmerzen.

Wärme, Kälte und Berührungen zu spüren ist überlebenswichtig und bildet die Grundlage, damit Menschen mit der Umwelt interagieren können. Der Amerikaner David Julius und der amerikanisch-libanesische Doppelbürger Ardem Patapoutian lüfteten das Geheimnis, wie die Nervenimpulse ausgelöst werden, um Temperatur und Druck wahrnehmen zu können. Dafür erhalten sie den diesjährigen Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.

David Julius nutzte Capsaicin, eine scharfe Verbindung aus Chilischoten, die ein brennendes Gefühl hervorruft, um einen Sensor in den Nervenenden der Haut zu identifizieren, der auf Hitze reagiert. Ardem Patapoutian entdeckte mithilfe druckempfindlicher Zellen eine neue Klasse von Sensoren, die auf mechanische Reize in der Haut und in inneren Organen reagieren.

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Bekanntgabe des Nobelpreis für Medizin (engl.)
Aus News-Clip vom 04.10.2021.
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Im vergangenen Jahr ging der Nobelpreis für Medizin oder Physiologie an die US-Forscher Harvey J. Alter und Charles M Rice sowie den Briten Michael Houghton. Sie wurden für die Entdeckung des Hepatitis C-Virus geehrt.

Der Nobelpreis ist mit zehn Millionen Kronen (rund 1.06 Millionen Franken) pro Kategorie dotiert. Offiziell geehrt werden die Preisträgerinnen und Preisträger am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel. Sie erhalten dann neben dem Preisgeld die berühmte Medaille sowie eine Nobelurkunde.

Virtuelle Preisvergabe

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Vergeben werden die Preise allesamt an Nobels Todestag, dem 10. Dezember. Dabei erhalten die Ausgewählten auch ihre prestigeträchtigen Nobelmedaillen und Diplome.

Die Nobelstiftung teilte bereits mit, dass zumindest bei der Preisverleihung in Stockholm wie im Vorjahr keine Preisträger in der schwedischen Hauptstadt vor Ort sein werden. Sie werden stattdessen in ihren Heimatländern geehrt, das Ganze wird dann mit einer Zeremonie im Stockholmer Rathaus verwoben. Grund dafür sind nach Angaben der Nobelstiftung Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und damit verbundene Reisebeschränkungen.

SRF 4 News, 4. Oktober 2020, 12 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Valentin Lendi  (valentin)
    Hört sich enorm Spektakulär an....
    1. Antwort von Finn Vallati  (truth)
      Die Forschung zu Schmerztherapie schreitet eher langsam voran. Schade, denn ein sehr grosser Teil der Bevölkerung leidet unter chronischen Schmerzen. Chronische Schmerzen haben einen sehr hohen Leidensdruck mit Auswirkungen auf das berufliche und soziale Umfeld. Insofern ist diese Forschung sehr wichtig.
  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Das ist jetzt mMn eine geradezu geniale Entscheidung: eben keine mRNA-Geschichte, keine Genschere... sondern ganz Sinnliches! Sinnliches, was zum Teil bei Erkrankten ausfallen kann. Mit allen Sinnen im Leben sein, durch's Leben gehen - das wünsche ich uns allen!
    1. Antwort von Finn Vallati  (truth)
      Sie verstehen schon, dass ein grosses Ziel ist, diese Rezeptoren medikamentös zu blockieren? Das wäre ein grosser Schritt für die sonst gemächlich fortschreitende Schmerztherapieforschung.
      In diesem Sinne einen schönen Tag noch.
    2. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Finn Vallati: ja das verstehe ich jetzt auch noch etwas besser dank Ihnen. Mein Text war eine Reaktion auf einige Wissenschaftsjournalist:innen, die völlig auf dem falschen Fuss erwischt wurden, weil sie sich ganz spezifisch auf mRNA-Forschung und entsprechende Erfolge konzentriert haben. Ausserdem ist das mit den Geschmacksnerven, die mit/nach SARS-Covid2 ausfallen, schon auch sehr speziell. Ihnen auch einen schönen Tag