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Legende: Video Der Ansturm auf den Mount Everest ist riesig abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.05.2019.
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Stau am Dach der Welt Braucht es am Mount Everest Kontingente?

In den Basislagern am Mount Everest macht sich Trauer breit: 20 Menschen sind in dieser Saison bereits gestorben. Betroffen ist auch eine Schweizer Expedition. Sie beklagt den Tod eines österreichischen Teilnehmers. «Es ist unmöglich ihn herunterzuholen. Deshalb sind wir heute nochmals hinaufgestiegen, um ihn zu beerdigen und ein schönes Grab zu machen,» sagt Expeditionsleiter Kari Kobler.

Die Bilder vom Stau auf der Südseite des Everests gingen um die Welt. Besonders gefährlich war die Situation in der Todeszone für die Alpinisten, die ohne Sauerstoff und ohne Sherpa unterwegs waren.

Bergsteiger am Everest.
Legende: Stau in Richtung Bergspitze am Mount Everest. SRF

Alpinistin fordert Kontingente

Sie mussten wegen dem Stau umkehren, um zu überleben. «Es ist Wahnsinn, aber ich habe es auch erwartet. Wenn man den Mount Everest besteigen will, muss man damit rechnen, dass so viele Leute unterwegs sind,» sagt Höhenalpinist Göttler.

Die Schweizer Alpinistin Evelyn Binsack stand einst selbst auf dem Everest. Doch einen solchen Stau wie in den letzten Tagen beim Hillary-Step habe es noch nie gegeben. «Das muss aufhören». Die erfahrene Alpinistin ist der Ansicht, dass Kontingente eingeführt werden müssen oder «nur noch Alpinisten auf den Gipfel dürfen».

Das sieht Alpinist Göttler ähnlich. «Da müssen wir ansetzen. Zudem muss die Gesellschaft kritisch hinterfragen, in welchem Stil die Bergsteiger in dieser Region unterwegs sind». Tatsächlich gäbe es ohne Hilfe von Sauerstoff und Sherpas keinen Stau am Dach der Welt – aber auch weniger Gipfel-Erlebnisse.

Nicht nur Binsack und Alpinist Göttler sind davon überzeugt, dass etwas geschehen muss. «Der Zugang zum Everest muss strenger limitiert werden», sagt Kobler. Selbst wenn die Evererst-Expeditionen ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für die ganze Region sei.

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Matter  (Andreas Matter)
    Herr Müller, mit Whataboutism ist hier auch nichts zu gewinnen.
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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Warum machen die Medien solch ein Gstürm um diesen Berg? Es ist eben der höchste. Wie in EU der Mont Blanc oder der schönste wie das Matterhorn. Genau darum gehen all die Leute dorthin. Mit den selben Folgen. In den Alpen ist der Mt.Blanc einer der tödlichsten Berge in % zu den Besteigungen. Obwohl eigentlich relativ leicht, zieht er das falsche "Publikum" an. Mit entsprechenden Folgen für die Retter und Berger.
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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Im Ersnst. Ich wäre dafür, dass zumindest für den Everest drei erfolgreiche Achtausenderbesteigungen ohne künstl. Sauerstoff vorzuweisen wären. Das würde schon einmal richtig selektionieren. Denn was für "Figuren" an Achttausender unterwegs sind habe ich selber schon erlebt.
    Aber letztendlich wissen alle mit was sie an den zwei oder drei Gipfeltagen zu rechnen haben und ob sie die damit verbundenen Risiken auf sich nehmen wollen. Mitleid mit diesen Bergsteigern muss sicherlich niemand haben.
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