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Tabu-Thema wird zum Musical - peinlich oder genial?
Aus Glanz & Gloria vom 24.02.2020.
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Tabuthema Genitalverstümmelung Die «Wüstenblume» gedeiht auch auf der Bühne

Die Geschichte des somalischen Ex-Topmodels Waris Dirie hat Millionen von Menschen berührt: Ihre Autobiografie «Wüstenblume» wurde erst zum Bestseller, später auch verfilmt. Nun feierte die Musical-Fassung ihre Uraufführung. Da stellt sich die Frage: Passt dieser Stoff auf die Showbühne?

Es sei ein Missverständnis, wenn man Musicals mit seichter Unterhaltung gleichsetze, meint der Autor und Regisseur von «Wüstenblume», Gil Mehmert. Viele Evergreens wie «Les Misérables», «West Side Story» oder «Evita» erzählen Geschichten, die alles andere seien als leichte Kost. Zudem ist die feminine Genitalbeschneidung nur eine - wenn auch bedeutende - Episode in Waris Diries Biografie.

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Gil Mehmert über die Thematik des Musicals «Wüstenblume»
Aus Glanz & Gloria-Clip vom 24.02.2020.
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Der perfekte Stoff für ein Musical

Das Leben der Protagonistin sei vielmehr eine moderne «Aschenputtel-Geschichte»: Ein Mädchen aus der Wüste Somalias schafft die Flucht vor der Zwangsehe, wird in London zum gefragten Supermodel und mausert sich später zur Aktivistin gegen die weibliche Genitalverstümmelung.

Dass Waris Diries Vita fast schon prädestiniert sei für die grosse Bühne, findet auch der Komponist des Musicals, Uwe Fahrenkrog-Petersen, der unter anderem Nenas Hit «99 Luftballons» mitgeschrieben hat: «Die Geschichte hat Drama, die hat Stärke, die hat Spass, die hat Freude.»

«Als hätte ich meinen Körper verlassen»

Das Premierenpublikum im Theater St. Gallen zeigte sich am Samstagabend begeistert. Und auch Waris Dirie war, wie sie im Interview mit «Glanz & Gloria» verrät, «überwältigt»: «Ich habe es den Schauspielerinnen und Schauspielern voll abgenommen. Es hat sich angefühlt, als hätte ich meinen Körper verlassen und mir selbst zugeschaut.»

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Waris Dirie über das Musical «Wüstenblume»
Aus Glanz & Gloria-Clip vom 24.02.2020.
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«Glanz & Gloria», 24.02.2020, 18:40 Uhr

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Asher Meng  (Ashi)
    Ein sehr wichtiges Thema. Es ist absolut schrecklich was diesen Frauen heute noch oft von Ihren eigenen Mutter in Afrika und wo Afrikaner leben, angetan wird. Danke für den Mut dieses Thema in ein Musical einzubetten. Wann werden diese Praktiken von den Religionen und Regierungen hart bestraft und vor allem wann hört diese Tortur auf. Für mich als Mann einfach nicht vorstellbar. Es tut weh nur das Gesicht des Modell anzusehen.
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