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In den betroffenen Gebieten sind viele Strassen schneebedckt
Aus SRF 4 News aktuell vom 07.12.2020.
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Teils grosse Lawinengefahr SRF-Meteorologe: «Bis Dienstag wird es weiterschneien»

Der Schnee hat die Schweiz weiterhin fest im Griff. Dabei bleibt die Lage vor allem im Gebiet vom oberen Goms übers Nordtessin, bis ins Berninagebiet und Bergell prekär, wie Jan Eitel von SRF Meteo erklärt. Dort ist seit Freitag örtlich mehr als ein Meter Schnee gefallen. In dieser Region bleibt auch die Lawinensituation angespannt, es herrscht verbreitet die zweithöchste Lawinenwarnstufe 4.

Jan Eitel

Jan Eitel

Meteorologe

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Jan Eitel hat an der Universität Basel Geografie mit der Spezialisierung Meteorologie studiert. Seit 2006 arbeitet er bei SRF Meteo.

SRF News: Wo ist die Lage derzeit besonders prekär?

Jan Eitel: Dort, wo seit Freitag am meisten Schnee gefallen ist. Das betrifft das Gebiet vom oberen Goms übers Nordtessin und Bergell bis ins Berninagebiet.

Welche Auswirkungen hat der Schnee auf den Strassenverkehr?

Am stärksten vom Schnee betroffen ist die Autobahn A2 auf der Nord-Südachse. Doch auch sonst sind viele Strassen im erwähnten Gebiet betroffen, denn es hat auch in der Nacht auf Montag noch geschneit.

Die Strassen über 500 Meter sind meist schneebedeckt.

So sind im Kanton Graubünden sowie in Teilen der Ost- und der Zentralschweiz die Strassen oberhalb von 500 Metern über Meer oftmals schneebedeckt. In Altdorf/UR etwa sind seit Sonntag rund 10 cm gefallen.

Wieso ist das Tessin so stark von den Schneefällen betroffen?

Verantwortlich ist eine ausgeprägte Südstaulage, die am Freitag begonnen hat und bis heute anhält. Zunächst hat es im Tessin bis ganz herunter geschneit.

Allein am Freitag und Samstag fielen in Lugano 50 cm Neuschnee.

So fielen allein am Freitag und Samstag in Lugano rund 50 cm Neuschnee. Zwar ist er rasch in sich zusammengefallen, was der Grund dafür ist, dass keine neuen Schneerekorde zu verzeichnen waren. Trotzdem: So viel Schnee ist man sich an den grossen Tessiner Seen nicht wirklich gewohnt.

Das SLF warnt vor einer angespannten Lawinensituation. Wo ist es am gefährlichsten?

Im Nordtessin und in Südbünden herrscht die zweithöchste Lawinenwarnstufe 4, «Gross». Vor allem während der Schneefälle in der Nacht auf Montag hat man mit grossen Spontanlawinen rechnen müssen. Diese Situation dürfte sich im Tagesverlauf nur leicht entspannen. Für Wintersport abseits der Pisten – dazu gehört auch Schneeschuhlaufen – sind die Verhältnisse derzeit kritisch.

Karte.
Legende: Die Lawinensituation ist in den betroffenen Gebieten angespannt. SRF

Wie entwickelt sich die Wetterlage weiter?

Südlich der Alpen zieht schon das nächste Tiefdruckgebiet vorbei und schaufelt weiter Schneewolken an die Südseite der Alpen. Entsprechend wird es bis Dienstag weiterschneien, wenn auch nicht mehr ganz so intensiv wie am Wochenende. Die Schneewolken werden gegen Dienstagabend immer mehr in die Alpen hineingedrängt, am Mittwoch kann es deshalb auch nördlich der Alpen wieder zu Schneefällen bis in die Niederungen kommen.

Das Gespräch führte Christina Scheidegger.

Video
Schnee in Graubünden (unkomm.)
Aus News-Clip vom 06.12.2020.
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SRF 4 News aktuell vom 7.12.2020, 07.20 Uhr;

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