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Riesige Nachfrage nach Druckerpatronen sorgt für Engpass
Aus Espresso vom 31.03.2021.
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Tintenstrahldrucker Riesige Nachfrage nach Druckerpatronen sorgt für Engpass

Wer zurzeit Patronen sucht für seinen Tintenstrahldrucker, könnte Mühe haben, welche zu bekommen.

Eine Hörerin des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» braucht neue schwarze und farbige Patronen für ihren Tintenstrahldrucker. Sie versucht es bei zwei Papeterien und in zwei Warenhäusern – erfolglos. Man habe ihr gesagt, es gebe Lieferengpässe.

Weltweites «Verfügbarkeitsproblem»

«Espresso» hakt nach bei mehreren Verkäufern von Druckerpatronen, bei Digitec-Galaxus, Interdiscount, Migros, Mediamarkt und Office World. Übereinstimmend bestätigen diese: Ja, es gebe «Verfügbarkeitsprobleme» – und zwar nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit.

Der Engpass hat vor allem zwei Gründe:

  • Die Arbeit im Homeoffice hat weltweit die Nachfrage nach Druckerpatronen stark ansteigen lassen. Bei Digitec-Galaxus im Jahr 2020 um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und auch dieses Jahr stelle man ein starkes Wachstum fest, sagt ein Mediensprecher gegenüber «Espresso». Wesentlich entspannter sei die Situation beim Toner für die Laserdrucker.
  • Das Material wird vor allem im asiatischen Raum fabriziert – und dort habe man die Produktion wegen der Pandemie zeitweise gedrosselt oder gar ganz eingestellt. Dies führt freilich auch zu Lieferengpässen bei diversen anderen Produkten aus dieser Region.

Die Situation erinnert an das Frühjahr 2020. Auch damals waren Druckerpatronen Mangelware.

Günstigere Multipacks bis Ende September ausverkauft

Betroffen sind vor allem der Markführer Hewlett Packard (HP) und Druckerhersteller Brother. Bei deren Konkurrenz, Canon und Epson heisst es auf Anfrage, man habe kein Problem mit Druckerpatronen. Mit den Druckern hingegen schon – aber das ist bei allen Herstellern ähnlich.

HP schreibt, man arbeite eng mit den Fabriken und den Logistikunternehmen zusammen, um die gesteigerte Nachfrage «bestmöglich» zu stillen. Aber die Situation sei fragil zurzeit, wie etwa die Situation im Suezkanal aktuell gezeigt habe. Gleichwohl sind einzelne Produkte bis auf Weiteres ausverkauft. So sind laut Digitec-Galaxus etwa die «XL Tintenpatronen Multipacks» erst wieder Ende September erhältlich. Sie sind insgesamt günstiger als die entsprechende Anzahl Einzelstücke. Für die Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet das also Mehrausgaben.

Wie lange dauert der Engpass? Keiner der angefragten Verkäufer und Hersteller wagt eine genaue Prognose.

Espresso, 31.03.2021, 08:13 Uhr

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Ga Ne  (GaNe)
    Plauderei aus dem Nähkästchen: Bei Brother Laserdruckern wirft der Drucker immer erst ein Schäufelchen Tonerstaub in den Resttonerbehälter, wenn er anläuft. Auch so leert man eine Patrone. Oder bei Tintenstrahldruckern: Jedesmal reinigen, wenn man aufstartet, auch wenn's das dritte Mal am gleichen Tag ist. Als Bsp. nenne ich die Patrone PGI-550 / CLI-551: bis zu 1,5 ml kann er bei so einer Reinigung "fressen" - pro Patrone. Ich rate wirklich zum Refill oder Quick fill-in. Mit googeln findet man.
  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Es ist mir Schleierhaft wieso es nach wie vor Leute gibt, die auf Tintenstrahler setzen. Photos kann man im Migros drucken, für alles andere sind Laserdrucker überlegen und günstiger.
    1. Antwort von Ga Ne  (GaNe)
      Ganz einfach: Nicht jeder will sich dem krebserregenden Tonerstaub aussetzen, der beim Drucken in die Luft entweicht, schon gar nicht zuhause. Da ich als Refiller an der Quelle sitze, kann ich meine Patronen günstigst füllen. Brotherpatronen kann ich z.B. bis zu mehr als der doppelten Menge auffüllen, da spart man mindestens 70%. Die Setup von Canon füllen wir interessanterweise mehr als die Kleinversion, Bsp PGI-550/CLI-551, mit denen Canon erstmals Setup machte, bis zu den aktuellen.
    2. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      @GaNE: Zuhause druckt man niemals die Mengen, die man im Büro ausdruckt. Zudem kann man nach dem Drucken kurz lüften. Das Problem mit dem Tonerstaub wird massiv überschätzt. Auch wer nur wenig druckt, fährt mit einem Laserdrucker besser. Toner trocknet nicht ein.
  • Kommentar von Ga Ne  (GaNe)
    Als Refiller von Tintenpatronen mit dem Voll-Sortiment auch an Original- und Generika-Patronen erlebe ich die Lieferengpässe nicht erst seit gestern sondern zunehmend seit 2020.Ausser Generika (Abfallproblem ungelöst) gibt es den Refill (ca. 50-70% billiger) oder das Quick fill-in-System (min. 90% billiger),was keinen Abfall mehr verursacht. Bei der Tinte habe ich keine Probleme, da unser Hersteller in Europa produziert.Bei Tonern gibt es teilweise schon Engpässe und für Refill teilw.keineChips.