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Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Homeoffice
Aus Espresso vom 14.01.2021.
abspielen. Laufzeit 04:11 Minuten.
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Corona-Massnahmen Homeoffice-Pflicht: Das müssen Arbeitnehmende wissen

Arbeiten zu Hause wird vorübergehend zur Pflicht. Was bedeutet das für die Angestellten?

Wer muss zu Hause arbeiten?

Ab Montag, 18. Januar muss überall dort von zu Hause aus gearbeitet werden, «wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist», sagt der Bundesrat. Es gibt also einen gewissen Spielraum für die Vorgesetzten.

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Parmelin: «Verschärfung der Massnahmen ist unbedingt notwendig»
Aus News-Clip vom 13.01.2021.
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Gibt es eine Entschädigung?

Anders als beim Lockdown im vergangenen Frühling ist diesmal in der Verordnung klar festgehalten: Es gibt für die Arbeitnehmenden keine Entschädigung, zum Beispiel für Strom, Miete oder Internet. Grund: Die Anordnung sei ja nur vorübergehend. Aber Spesen, die zur Erbringung der Arbeitsleistung nötig sind, muss der Arbeitgeber bezahlen. Denn diese Kosten fallen auch an, wenn jemand im Büro arbeitet. Hier geht es Beispielsweise um Kosten für Porto, Druckerpatronen oder Papier.

Kann ich trotzdem eine Entschädigung verlangen?

Fragen darf man immer! Wer ab dem 18. Januar im Homeoffice arbeitet und dafür grössere Auslagen hat, etwa für einen externen Bildschirm oder ein deutlich teureres, weil leistungsstärkeres Internet-Abo, für den lohnt es sich auf jeden Fall mit dem Chef oder der Chefin zu reden. Anders ist es für Angestellte, die schon bislang im Homeoffice gearbeitet haben. Dort gilt weiter, was mit dem Arbeitgeber vereinbart wurde.

Was tun, wenn man zu den gefährdeten Personen gehört und nicht im Homeoffice arbeiten kann?

Gefährdete Personen in Berufen, in denen die Schutzbestimmungen nicht umgesetzt werden können, müssen vom Arbeitgeber bei vollem Lohn von der Arbeitspflicht befreit werden. In diesen Fällen bestehe ein Anspruch auf den Corona-Erwerbsersatz.

Verbietet Ihnen der Arbeitgeber Homeoffice?

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Homeoffice-Pflicht: Seit letzten Mittwoch sagt das BAG klar: Die Arbeitgeber sind verpflichtet, Homeoffice überall dort anzuordnen und durchzusetzen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist.

Erzählen Sie uns: Wie sieht es bei Ihnen aus? Wird die Pflicht eingehalten oder verbietet Ihnen der Arbeitgeber trotz Machbarkeit und Umsetzbarkeit Homeoffice? Schreiben Sie uns an kassensturz@srf.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster mit Betreff Homeoffice.
Liebe Grüsse, SRF News

Muss ich im Homeoffice eigentlich immer für die Vorgesetzten erreichbar sein?

Es gelten nach wie vor die vertraglich vereinbarten Arbeitszeiten. Auch im Homeoffice hat man Pausen zugute. Es lohnt sich aber, mit dem Arbeitgeber Präsenzzeiten abzumachen. Und zu vereinbaren, wie schnell man auf E-Mails reagieren soll. Der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Angestellten: Wenn etwa die Anwesenheit von Kindern ungestörtes Arbeiten zu bestimmten Zeiten verunmöglicht, so ist hier vom Arbeitgeber ein gewisses Entgegenkommen zu erwarten.

Das hat der Bundesrat am 13. Januar kommuniziert Öffentliche VeranstaltungenMassnahmenverlängerungKulturbetriebeFreizeiteinrichtungenRestaurantsSportanlagenBleiben geschlossen:Maskenpflicht am Arbeitsplatz bei mehr als einer Person im gleichen RaumTreffen im öffentlichen Raum mit max. 5 PersonenMassnahmenverschärfung ab 18. JanuarHomeoffice-Pflicht wo möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbarLäden mit Waren des nicht-täglichen Bedarfs werden geschlossenErhöhter Schutz besonders gefährdeter Personen(Recht auf Homeoffice, gleichwertigenSchutz oder Beurlaubung)Private Treffen mit max. 5 Personen (inkl. Kinder) Empfehlung: aus max. 2 HaushaltenQuelle: Bundesrat, 13.01.21
Weiterhin giltVerbot Veranstaltungen > 100 PersonenEinführung Schengen-GrenzkontrollenEinreise aus Italien mit Ausnahmen verboten10 Mrd. Fr. Soforthilfe Kein Unterricht an SchulenMax. 50 Personen in Restaurants, Bars, Diskotheken Quelle: Bundesrat, 13.01.21Empfehlung: zu Hause bleibenFernunterricht an HochschulenVerbot von VeranstaltungenGeschlossen:Discos und TanzlokaleMaximal 5 Personen bei Sport und KulturAusnahmen für unter 16-Jährige (Sport/Kultur)!Ausgedehnte MaskenpflichtRegeln für SkigebieteGemeinsamer Gesang nur in Familie und Schule

SRF 1 Sondersendung, 13.01.2021, 15 Uhr

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Felix Messmer  (Felix Messmer)
    Schön und gut Ihre Empfehlungen Herr Fritsche, nur die Kassen der Firmen sind leer, von was sollen da Sonderbeiträge für Home-Office Auslagen bezahlt werden? Die Wirtschaft wird nun seit Ausbruch dieser Pandemie geplant in den Boden gefahren, die vielen direkt betroffenen Branchen reissen alle anderen mit in den Abgrund - wird sind jetzt bei rund 3,5% Arbeitslosen + alle die auf Kurzarbeit sind, kaum eine Firma verdient noch Geld, sprich zahlt noch Steuern, Mia. gehen jeden Monat verloren....
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  • Kommentar von Yusuf Murati  (Yusuf)
    Ich würde gerne die neu angestzten pflichten erfüllen jedoch entlässt mich mein arbeitgeber nicht ins homeoffice aus angst der unproduktivität. Ich arbeite in einem architekturbüro und meiner meinung nach wäre es kein problem von zuhause aus zu arbeiten, da ich bereits letztes jahr das programm instalieren musste.
    Was soll man in diesem fall tun?
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    1. Antwort von Marco Berner  (retroardo)
      das geht mir genau so. ich wurde heute massiv vor dem ganzen Team unter Druck gestellt auf Homeoffice zu verzichten und sollte Lösungsvorschläge bringen. ich bin Zeichner und könnte ohne grossen Aufwand im Homeoffice arbeiten.
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    2. Antwort von Beate Wegmüller  (BeWemü)
      Bei mir genau gleich. Homeoffice ist ohne weiteres möglich, aber mein Arbeitgeber lehnt ab. Was kann ich da tun? Und ich möchte mich wirklich nicht mehr in das überfüllte Postauto setzen müssen. Wir stehen am Feierabend dicht gedrängt wie die Sardinen in der Büchse.
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    3. Antwort von Markus Herger  (MarkusHerger)
      Ich verstehe Sie zu gut. Was für eine armselige Führungskultur?
      Diese Führer können eines nicht: führen. Vor allem nicht führen über die Resultate.

      Ganz ehrlich: ich mache mit Ihnen und dem ganzen Team morgens jeden Tag ein 10 Minuten Meeting bei dem jeder kurz und knapp sagt, an was er arbeitet. Weil es ja jeden Tag ist - d.h. morgen wieder - und auch der Chef teilnimmt (aber hoffentlich nicht selbst am meisten spricht) sieht er ja jeden Tag ob die Leute gearbeitet haben oder nicht.
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    4. Antwort von Hans Meuri  (hmeuri)
      In einem solchen Fall würde ich die Stelle wechseln, sobald sich eine gute Gelegenheit dazu ergibt. Selbst jetzt in der Krise gibt es gute Firmen, die Leute suchen.
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    5. Antwort von Yusuf Murati  (Yusuf)
      @meuri
      Mit diesem gedanke spielte ich auch bereits und wird wohl auch die langzeitfolge sein. Dennoch werde ich die bis ende februar geltende pflicht nicht erfüllen können.
      Schade kann man nicht funktionieren in zeiten wie diesen.
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  • Kommentar von Tobias Haas  (ToHa)
    Ich fürchte die Home-Office Pflicht wird längerfristig mehr Arbeitsplätze vernichten als Gastro und Laden Schliessungen. Ist diese Hürde erstmal genommen und das etabliert merken die Arbeitgeber recht schnell, dass es doch egal ist ob der Mitarbeiter gut bezahlt in der Schweiz sitzt, oder doch im günstigeren Ausland. Auf jeden Fall werden wir austauschbarer.
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    1. Antwort von Markus Herger  (MarkusHerger)
      Ich glaube, ganz so schwarz wird es nicht kommen. Heutige Organisationen leben v.a. vom Dialog, von der Kommunikation, von der Zusammenarbeit.

      Ja mit HO haben nun alle denselben Nachteil, aber es bleiben sprachliche und kulturelle Vor-/Nachteile. Wir in der IT(Informatik, SW Entwicklung) haben auch gedacht, dass wir alle durch Inder abgelöst werden. Es ist dann - zum Glück - doch nicht ganz so gekommen.
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