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An der Fespo spielte Klimaschutz keine grosse Rolle
Aus Espresso vom 03.02.2020.
abspielen. Laufzeit 04:33 Minuten.
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Tourismus und Klimawandel Der Klimaschutz macht Ferien

An der grössten Ferienmesse der Schweiz spielte Nachhaltigkeit oder Klimaschutz lediglich eine untergeordnete Rolle.

Malediven, Südafrika, Mallorca, Neuseeland – diese Destinationen nennen die Fespo-Besucherinnen und Besucher, wenn man sie auf ihre Ferienpläne anspricht. Es sind alles Destinationen, für die es das Flugzeug braucht. Viele der Angesprochenen betonen auch, sie seien nicht bereit, auf Flugreisen zu verzichten: «Ich habe nicht ein Leben lang gearbeitet, um jetzt einfach daheim zu hocken wegen des Klimastreits», sagt zum Beispiel ein 69-jähriger Messebesucher. Klimaschutz sei zwar wichtig, fügt seine Frau an, aber sie wolle sich deswegen bei den Ferien nicht einschränken.

Die Branche reagiert

Viele Befragte betonen, sie würden natürlich darauf achten, dass sie nicht zu oft mit dem Flugzeug in die Ferien gingen. Aber, so eine Besucherin: «Ich achte ja schon im Alltag sehr auf Nachhaltigkeit. Ich habe kein Auto und fahre viel Velo.» Das sei auch ein Beitrag an den Klimaschutz – da liege auch mal eine Flugreise drin.

«Ferien sind sowieso nicht völlig klimaneutral», sagt Roland Schmid vom Schweizer Reiseverband, der Branchenvereinigung der Reisebüros und Reiseveranstalter. Aber die Branche bemühe sich zumindest, dass Ferienreisen so nachhaltig wie möglich seien: «Die Veranstalter können das zum Beispiel beeinflussen, indem sie umweltfreundlichere Flugzeugtypen wählen. Oder sie bieten vor allem zertifizierte Unterkünfte an, die auf Nachhaltigkeit achten, den Meeresschutz pflegen oder auf Plastik im Hotel verzichten.»

Leicht mehr Zugreisen

Gemäss Schmid zeigt sich schon seit ein paar Jahren, dass die Kundinnen und Kunden bei der Buchung vermehrt auf solche Themen achten. Das bestätigt auch eine Umfrage bei Reisebüros und Veranstaltern, die der Schweizer Reiseverband vor Kurzem veröffentlicht hat. Gemäss dieser schlägt sich die Klimadebatte vermehrt im Buchungsverhalten nieder. So werden zum Beispiel leicht mehr Zug-Reisen gebucht, und bei Ferien innerhalb Europas entscheiden sich immer mehr Schweizer Touristen gegen das Flugzeug.

Und trotzdem: Viele wollen nicht auf Ferien mit dem Flugzeug verzichten. Denn gemäss der gleichen Umfrage gehören zu den beliebtesten Feriendestinationen der Schweizerinnen und Schweizer weiterhin ferne Orte wie die USA, Südafrika, die Arabischen Emirate oder Ägypten.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran  (Tom Duran)
    Eine kranke Gesellschaft hat nun mal auch einen kranken Zeitgeist. Da hilft es auch nicht, wenn man die Schule hinschmeisst und mit verzerrtem Gesicht irgendwelchen Asperger-Theorien folge leisten will. Und damit schiesse ich nicht gegen Greta, ich verurteile nur die Dummies die herdenmässig irgend einer Ideologie hinterherrennen ohne selber zu denken.
    Die Leute heute wissen doch gar nicht was authentisch ist. Hauptsache man engagiert sich öffentlichkeitswirksam.
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  • Kommentar von Basti Müller  (Basti Müller)
    Ich verstehe nicht, warum man bei der Abwägung zwischen den eigenen Ferien in Neuseeland und der Zukunft der heutigen jungen Generationen denkt, dass die Ferien in Neuseeland gerechtfertigt sind. Es liegt auf der Hand, dass das nicht so ist. Hat denn niemand gemerkt, dass Dezember, Januar und Februar viel zu warm waren? Denkt man wirklich, dass das weder eine Bedeutung noch Konsequenzen hat? Ich verstehe es wirklich nicht. Jeder hat doch Menschen in seinem Umfeld, die eine Zukunft brauchen..!
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  • Kommentar von Franz Giger  (fjg)
    Für alle die es noch nicht mitbekommen haben. Die Medien arbeiten momentan daran uns den nächsten Schreck in die Glieder fahren zu lassen: Corona-Virus!!!! Das wird den Klimanotstand bald in den Schatten stellen.
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    1. Antwort von Paula Studer  (Paula Studer)
      Glaube kaum, dass das Corona-Virus so viel "Macht" hat, ausser es bricht eine Weltweite Epidemie mit x-hunderttausenden von Toten aus, dann würde sich auch die Vielfliegerei und Diskussionen um den Klimanotstand fast von alleine lösen, denn ich glaube nicht, dass es die Leute noch gross aus ihren Heimatländern in ferne Länder für Urlaub ziehen würde. Und wie immer schreibt auch niemand darüber, dass die Geburtenrate weltweit drastisch zu senken ist, denn die Erde verkraftet nicht so viele Leute.
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    2. Antwort von Tom Duran  (Tom Duran)
      Ich kenne einige Asperger Leute, aber nicht mal die würden für oder gegen sowas auf die Strasse gehen ;-)
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