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Panorama Über 100 Kilo Kokain – im Aldi

Das hatte die Supermarktkette wohl nicht bestellt – das Kokain, das in den Kisten zwischen Bananen einer Aldi-Lieferung lag. Es ist der zweitgrösste Kokain-Fund in Berlin.

Legende: Video Ein Zufallsfund – das Kokain in den Bananenschachteln abspielen. Laufzeit 0:40 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 07.01.2014.

Nicht nur Bananen kommen aus Kolumbien, sondern bekanntlich auch das weisse Pulver. Beides ist in Europa beliebt. Warum also das Kokain nicht gleich mit den Bananen zusammen liefern? So oder ähnlich müssen sich das die Schmuggler gedacht haben.

Dass die Bananen und das Kokain dann am Schluss in den gleichen Vertriebskanälen landen – so planten das die Schmuggler wohl kaum. So waren die Mitarbeiter der Berliner und Brandenburger Discount-Länden am Montag nicht schlecht überrascht, als sie das Pulver in den Kisten fanden, alles in allem 140 Kilogramm. Auf dem Schwarzmarkt würde man damit rund sechs Millionen Euro machen.

Die Polizei hatte den Weg der Bananenkisten schnell ermittelt: Von Kolumbien kamen sie per Schiff nach Europa, dann auf dem Landweg an einen zentralen Obst- und Gemüsemarkt in Berlin-Moabit, dann in die Supermärkte.

Die Polizei ist stolz: Es ist der zweitgrösste Kokain-Fund in Berlin seit Gründung der speziellen Ermittlungsgruppe Rauschgift von Zoll und Polizei im Jahr 1978. Allerdings wurden landesweit schon viel grössere Mengen sichergestellt.

Ob sich manche Aldi-Mitarbeiter nach Bekanntgabe des Schwarzmarktwertes des Kokains nun überlegen, die Branche zu wechseln, bleibt unbekannt.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt E. Müller, Zürich
    Kein Grund für die Polizei oder sonst jemanden, stolz zu sein. Rein zufällig wurden diese Drogen gefunden, weil den Schmugglern irgendein grober Fehler unterlaufen ist. Das Ganze zeigt aber, wie die Drogen wirklich zu uns gelangen: Tonnenweise per Schiff oder Flugzeug, zusammen mit normaler Ware, nicht deklariert, praktisch risikolos. Die paar erwischten Bodypacker, die Kleinmengen schlucken und unter Lebensgefahr schmuggeln, sind reine Augenwischerei.
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    1. Antwort von K.D.Waldeck, Bellinzona
      Das sehe ich auch so ....
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  • Kommentar von K.D.Waldeck, Bellinzona
    Ich denke das ist nur "die Spitze des Eisberges" (leider !). Wieviel Leid könnte in unseren Breitengraden verhindert werden wenn es gelingt dieses schmutzige "Geschäft" endgültig auszuschalten.
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    1. Antwort von Wolfgang Glück, Pereira/Kolumbien
      Dieses schmutzige Geschäft wäre ganz leicht zu unterbinden, indem die Menschen statt Drogen zu nehmen sich einfach ein schönes Leben machen. Die Frage ist, warum benötigen die Menschen in Europa und auch USA so viele Drogen? Warum geht es nicht ohne?
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    2. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      Wolfgang Glück: Einmal Droge, immer Droge! Das ist die verfluchte Wahrheit, mit der wir auch hierzulande fertig werden müssen. Ich bin pessimistisch, dass diese Seuche jemals beseitigt werden kann. Zu sehr wuchert sie in unseren Breitengraden. Es müssten einfach mehr Grenzwächter eingestellt werden, und jedes Land sollte wieder seine eigenen Grenzen SELBER bewachen dürfen!!!!!!!!!
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    3. Antwort von B. Hauser, Boswil
      @Frau Zelger: Wenn Sie ganz allgemein über Menschen sagen, einmal Drogen-immer Drogen, dann kennen Sie offenbar keinen ehemaligen Drögeler. Ergo haben Sie dann aber auch keine Ahnung vom Thema Drogen und deswegen verwenden Sie offenbar den Ausdruck Seuche. Als ehemaliger (19 Jahre absolut clean - kein Ersatz) bin ich heute gegen Drogen ein Hardliner. Allerdings bin ich genau so ein Hardliner denen gegenüber, die Drögeler mit Seuchen in Verbindung bringen. Was haben Sie für ein Menschenbild?
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    4. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      @b.hauser: Sie verstehen mich falsch. ich bezeichne nicht die Drögerer als Seuche, sondern der Drogenhandel und die Droge selbst. Ist das nun klar? Jeder Drögeler, der aus dieser Seuche aussteigen will und es auch fertig bringt, verdient Beachtung, wie eben auch Sie!.
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    5. Antwort von B. Hauser, Boswil
      Wenn nur die Beachtung verdienen, die es geschafft haben, dann heisst das: Die, die es nicht geschafft haben verdienen keine Beachtung. Eine solche Haltung findet sich leider immer wieder in unserer Gesellschaft. Es wird nur der Erfolg beachtet, dass ist die verfluchte Wahrheit! Zum Glück gibt es Menschen, die den Drögelern anders begegnen, sonst hätte auch ich es nicht geschafft. Es gibt Menschen, die auch Drecksarbeit machen, ohne den Erfolg in den Vordergrund zu stellen - z.B. Ernst Sieber...
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    6. Antwort von K.D.Waldeck, Bellinzona
      Mit wenigen Worten: Die "Drögeler" sind ganz "arme Sieche" , häufig durch Unwissenheit oder Fahrlässigkeit, auf jeden Fall aber fast immer durch kriminelle "Kollegen" verführt, in diesen Teufelskreis geraten. Es beginnt mit wenig und führt häufig zur dauerhaften Zerstörung ganzer Familien.
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    7. Antwort von Simon Peier, Zürich
      @Glück: Wegen unserer individuallisierten Leistungsgesellschaft, wo alles cool, ist jeder kann, etc... Sobald man scheitert wird man von der Gesellschaft verachtet...Und dann ist da halt noch dieser Kick...
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