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Bayern bangt im Schnee
Aus News-Clip vom 13.01.2019.
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Unwetter in den Alpen Nach Schnee droht den benachbarten Alpenregionen das Hochwasser

17'000 Menschen sind in Österreich von der Aussenwelt abgeschnitten. Sie sind jedoch nicht in Gefahr.

  • Im österreichischen Bundesland Salzburg sind insgesamt 17'000 Menschen von der Aussenwelt abgeschnitten.
  • In Deutschland hat der Wetterdienst für den Süden des Bundeslandes Bayern erneut eine Unwetterwarnung herausgegeben.
  • Der Deutsche Wetterdienst erwartet bis Dienstagmittag Neuschnee für die bayerischen Alpen. Für andere Teile des Landes ist Schneematsch vorausgesagt.

In Teilen Österreichs gilt wegen der erneuten Schneefälle wieder die höchste Lawinenwarnstufe. So gilt für den Montag im Westen Tirols Warnstufe 5, wie die Behörden mitteilten. Zum Wochenstart wird in vielen Hochlagen erneut mit mindestens einem Meter Neuschnee gerechnet. Die Ortschaften Lech und Zürs im Vorarlberg sind wegen einer Sperrung der Zufahrtsstrassen nicht mehr erreichbar. Auch die Ortschaft Stuben am Arlberg ist wegen der Lawinengefahr von der Aussenwelt abgeschnitten.

Wie das ORF berichtete, ist auch die Strasse nach Ischgl und Galtür im Bundesland Tirol gesperrt worden. Darüber hinaus werde im Lauf des Abends die Strasse nach Sölden im Ötztal gesperrt.

Von der Aussenwelt abgeschnitten

Nach der Sperrung der Strassen sind im österreichischen Bundesland Salzburg insgesamt rund 17’000 Menschen von der Aussenwelt abgeschnitten. Wie die Behörden berichteten, wurde am Sonntagabend auch die Strasse nach Obertauern wegen Lawinengefahr gesperrt. Im Ort Rauris allein warteten 3000 Einheimische und 2000 Gäste auf die Aufhebung der dortigen Strassensperren. Die Orte Unken, Lofer, St. Martin und Weissbach nahe der deutschen Grenze seien ebenfalls nicht mehr erreichbar. Gefahr droht den Eingeschlossenen aber nicht.

Bayerischer Ministerpräsident in Sorge

Für die südlichen Regionen Bayerns gilt die höchste Unwetterwarnstufe. Strassen und Schienen könnten unpassierbar werden. Bayern schickt 500 weitere Polizisten in die Katastrophenregionen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) machte sich heute Montag ein Bild von dem seit Tagen andauernden Schneechaos in den bayerischen Alpen. Er besucht Helfer und Einsatzkräfte in Berchtesgaden und Neukirchen am Teisenberg.

Am späten Sonntagabend hatte zudem eine Lawine Teile der Bundesstrasse 305 im Landkreis Berchtesgadener Land verschüttet. Verletzt wurde niemand.

Wintersportort abgeschnitten

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Nach einem Lawinenabgang sitzen rund 1300 Einwohner und Touristen im bayerischen Wintersportort Balderschwang fest. Die 300 Meter breite Lawine traf ein Hotel. Verletzt wurde niemand. «Der Riedbergpass ist vorsorglich gesperrt, weil auch hier Lawinengefahr herrscht», sagte ein Polizeisprecher. Damit ist die einzige Verbindung von deutscher Seite aus zum beliebten Tourismusziel im Allgäu blockiert. Zuvor war auf österreichischer Seite bei Hittisau eine Lawine abgegangen. Verletzte gab es zum Glück auch dort nicht.

Insgesamt kämpfen 5000 Einsatzkräfte gegen die Schneemassen. Sie sind vor allem damit beschäftigt, einsturzgefährdete Dächer vom Schnee zu befreien.

Weitere Schneefälle für den Dienstag prognostiziert

Vielmehr sind mehrere Flüsse und Bäche in Bayern in der Nacht über die Ufer getreten. Vor allem in der Mitte und im Norden des Bundeslandes wurden teilweise Äcker und Wiesen überflutet. Für den oberfränkischen Landkreis Kulmbach warnten die Behörden vor Überschwemmungen in bebauten Gebieten.

Auch in Mittelfranken stellte sich die Polizei auf Überschwemmungen ein. «Das Hochwasser kommt langsam», sagte eine Polizeisprecherin. In Niederbayern stiegen einem Polizeisprecher zufolge die Wasserstände leicht an. Strassen seien aber noch nicht überflutet.

Einzig in Niederbayern entspannte sich in der Nacht zum Montag die Lage: Die Zufahrtsstrassen zum Wintersportort Sankt Englmar bei Straubing sind wieder offen.

Der Deutsche Wetterdienst erwartet bis Dienstagmittag Neuschnee für die bayerischen Alpen. Für andere Teile des Landes ist Schneematsch vorausgesagt. Die Last auf Bäumen und Dächern könne damit weiter zunehmen.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Es gibt drinnen und draussen. Drinnen kann man alles steuern, draussen hingegen nicht. Nun herzugehen und zu me(nen, alles, was vom Durchschnitt abweicht, als Katastrophe oder Sensation zu bezeichnen, ist schon etwas weltfremd.
    MfG
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  • Kommentar von Martin Gebauer  (Gebi)
    Und wieder erwischt es einige Unverbesserliche neben der Piste. Wer bei höchster Lawinenwarnstufe in's Gelände geht, ist entweder ein ignoranter Anfänger oder lebensmüde. Ich bin selbst leidenschaftlicher Freerider, würde aber für ein Bisschen Powder niemals mein Leben riskieren. Solche Leute bringen das Freeriden in Verruf.
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    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      @Gebauer: Das "Freeriden" ist immer(!) mit grossen Risiken behaftet und was alle(!) "Freerider" nebst den Lawinen weiter in Verruf bringt, ist, dass sie sehr oft durch Wälder abfahren, Bäume stark beschädigen, Tiere aufschrecken und somit deren Überleben gefährden. Kollisionen mit Bäumen, Abstürze über Felswände etc. habe als Rettungshelfer alles schon gesehen. Viel Hirn, Um- und Nachsicht ist also definitiv bei keinem "Freerider" dabei. Wie beim Basejumpen: Eine Form von natürlicher Selektion.
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  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Beim Anblick einiger der Bilder,auch im Fernsehen,kriege ich Herzrasen.
    Auf einer potenziellen Dachlawine balancierend,einen Schneeschieber bedienend und
    ums Gleichgewicht kämpfend,meistens ungesichert klettern da Leute auf Dächern rum,
    oft 20 Meter über Boden.Wenn das nur gutgeht in einem Land,in dem Baustellenverbot droht,wenn man aus technischen Gründen den Helm nicht tragen kann.
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