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Verkehrschaos am Morgen Glätte und Schneefall blockierten Strassen und Schienen

Der erste grosse Schneefall im Mittelland führte zu zahlreichen Unfällen. Die A1 war streckenweise gesperrt. Der Zugverkehr ist noch eingeschränkt.

Legende: Video Unfall wegen Wintereinbruch abspielen. Laufzeit 0:54 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 01.12.2017.

Glätte und Schneefall haben am Freitagmorgen zu Problemen auf den Schweizer Strassen und im Schienennetz geführt.

In der Region Bern – Solothurn wurde die A1 Richtung Zürich zwischen Kriegstetten und der Verzweigung Luterbach vor 6 Uhr gesperrt. Grund waren zwei Unfälle. Kurz nach 5 Uhr kam es in Luterbach SO zu einer Auffahrkollision mit mehreren Fahrzeugen, wie es bei der Kantonspolizei Solothurn auf Anfrage hiess. Verletzt wurde niemand.

Mehrere Verletzte hospitalisiert

Kurze Zeit später prallte wenige hundert Meter vor der Ausfahrt Kriegstetten ein Wohnmobil auf einen Sattelschlepper und danach gegen ein Auto auf dem Überholstreifen. Schliesslich kam das Wohnmobil quer zur Fahrbahn zum Stehen, wie die für diesen Autobahnabschnitt zuständige Berner Kantonspolizei mitteilte.
Die 63-jährige Beifahrerin des Wohnmobils wurde im Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Sie musste durch die Berufsfeuerwehr Bern aus dem Fahrzeug befreit und anschliessend per Ambulanz ins Spital gebracht werden. Der Lenker und eine weitere Mitfahrerin des Wohnmobils wurden ebenfalls verletzt.

Vorbeifahrende filmten Unfallstelle

Die Autobahn in Richtung Zürich war etwa eine Stunde lang komplett gesperrt. Später konnten die Fahrzeuge einspurig die Unfallstelle bei Kriegstetten passieren. Es kam zu erheblichen Rückstaus.

Die Polizei stellte dabei fest, dass zahlreiche Lenker mit dem Mobiltelefon beim Vorbeifahren Fotos oder Videos machten. Sie wird deswegen neun Personen anzeigen. Nach 9 Uhr beruhigte sich die Verkehrssituation.

Starker Schneefall in der Romandie

In der Westschweiz mussten Reisende auf der A9 Richtung Lausanne zwischen Chexbres und Lavaux wegen eines Unfalls rund 30 Minuten mehr Geduld aufbringen.

Auf der A12 zwischen Vevey und Freiburg steckten Lastwagen infolge des starken Schneefalls zwischen der Verzweigung La Veyre und Châtel-St-Denis fest.

Rund 45 Unfälle im Kanton Bern

In der Stadt Zürich kam es auf der Linie 34 zu Problemen wegen vereister Strassen, wie die Verkehrsbetriebe mitteilten.

Die Berner Kantonspolizei liess via Twitter verlauten, dass es seit Donnerstagabend auf den Berner Strassen zu rund 45 Unfällen gekommen ist. Die Behörden forderten die Verkehrsteilnehmer daraufhin auf, ihre Fahrweise den Witterungsumständen anzupassen.

Die Kantonspolizei Bern warnt

Zugreisende müssen Geduld haben

Die SBB verzeichnete am Freitagmorgen mehrere Störungen, weil Weichenheizungen den Dienst versagten, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Störungen seien an wenigen der mehreren tausend Heizanlagen aufgetreten. Vereinzelt seien auch Türstörungen aufgetreten. Wegen des Wetters seien mehr Menschen als üblich mit dem Zug zur Arbeit gefahren.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Niederhauser (Fritzio)
    Alle Jahre wieder das selbe Theater mit dem Wintereinbruch. Der Mensch muss sich eben der Natur anpassen. Die Natur passt sich sicher nicht dem Menschen an. Der Mensch denkt die Natur sagt denkste.
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  • Kommentar von roger marti (chomolongma)
    nur so nebenbei, ich fahre gerne auf Schnee, liebe Schnee und bin wohl mehr in den Bergen(zu Fuss, oder auf Skiern) und im Schnee als 95% der Leute die hier was schreiben. Zudem wohne ich in einem Ort, wo oft nicht gesalzen wird, was ich auch toll finde. Was ist passiert heute Morgen.....? Zum Glück ist niemand verletzt!
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Im Prinzip haben sie recht. Auf Schnee zu fahren ist, gute Winterreifen vorausgesetzt , kein Problem. Allerdings hat es im Unterland selten schneebedeckte Fahrbahnen.
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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Zuerst: Von einem „grossen Schneefall“ kann hier nicht die Rede sein - bei 2-10cm. Dann: Man könnte bezüglich der Bericherstattung meinen, die „bösen“ Eis und Schnee seien die Unfallverursacher. Nein, es sind zumeist die Automobilisten selber, die sich nicht den winterlichen Strassenverhältnissen anpassen (wollen). Zum Glück aber ist das Wetter so, wie es ist. Es sind wir, die Teil der Natur sind und nicht umgekehrt. Das Wetter fragt nicht zurück, was sein darf und was nicht. Zum Glück!!
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