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FFP2- oder KN95-Masken? Wir erklären den Unterschied
Aus Espresso vom 05.02.2021.
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Verwirrende Maskenbezeichnung Was eine FFP2- von einer KN95-Maske unterscheidet

FFP2-Atemschutz-Masken sollten ein CE-Zeichen mit vierstelliger Nummer darauf haben.

Die Verkaufszahlen von FFP2-Masken steigen derzeit in der Schweiz stark an. Der Onlinehändler Digitec-Galaxus verkaufte im Januar zwanzigmal mehr FFP2-Masken als noch im Dezember. Auch Migros und Coop stellen eine steigende Nachfrage fest.

Dabei empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit, im Alltag weiterhin Hygienemasken zu verwenden. Diese Empfehlung könne sich jedoch auch ändern, heisst es auf der BAG-Homepage weiter. Andere Länder haben bereits eine FFP2-Pflicht eingeführt für gewisse Situationen. So gilt etwa in Österreich eine FFP2-Maskenpflicht beim Einkaufen, im ÖV oder beim Arzt.

Das muss auf FFP2-Masken stehen
Legende: Keystone/Collage SRF

KN95-Masken sind FFP2-Masken theoretisch ebenbürtig

Wer sich im Handel nach einer FFP2-Maske erkundigt, dem werden neben FFP2-Masken auch sogenannte KN95-Masken angeboten. «Bei FFP2-Masken handelt sich um Atemschutzmasken, welche nach europäischen Vorschriften und Standards [EN 149:2001+A1:2009, Anm. d. Redaktion] hergestellt und zertifiziert werden», sagt Magrit Widmann, Dozentin für Qualitätsmanagement von Medizinprodukten an der Fachhochschule Luzern. «Bei KN95 handelt es sich um den chinesischen Standard GB 2626-2006.» Beide Standards seien von den Anforderungen theoretisch ebenbürtig.

CPA-Masken nur für die Pandemie

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Es gibt im Handel noch eine weitere Atemschutz-Maske: Die CPA-Maske. CPA steht für Corona-Pandemie-Atemschutzmaske. Diese Masken wurde in einem abgekürzten Verfahren auf die Filtereffizienz von Corona-Viren getestet und sind nur für die Corona-Pandemie zugelassen.

Es gebe auch in China akkreditierte Prüflabors, welche Masken nach chinesischen oder europäischen Standards zertifizieren würden. Darum müsse eine KN95-Maske nicht per se schlecht sein. «In Europa ist aber zwingend der Einbezug einer Prüfstelle und die Nennnung des EU- oder CH-Importeurs vorgeschrieben», sagt Widmann. «Es ist daher wichtig, dass man auf diese Qualitätsmerkmale achtet.» Die Angaben müssen sowohl auf der Maske als auch auf der Verpackung angegeben sein. Ebenso müssen auf der Verpackung der Hersteller, der EU- oder CH-Importeur, ein Ablaufdatum und die Prüfnorm (EN 149) angegeben sein. Die Angaben zur Prüfstelle erkennt man an einer vierstelligen Nummer neben dem CE-Zeichen (z.B. CE-2797).

Wichtig sei dazu, dass die Angaben auf der Verpackung auch verstanden würden: Kürzlich habe sie eine Maske gesehen, auf welcher alles nur chinesisch angeschrieben gewesen war. «Das geht natürlich gar nicht», sagt Margrit Widmann von der Hochschule Luzern.

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SRF 3, 04.02.2021, 13:40 Uhr / Espresso, 05.02.2021,08:13 Uhr

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Matt Reimann  (Matts)
    Sagte Bundesbern letzten Frühling nicht, dass Masken nichts bringen? Sarkasmus aus.

    Reine Scharlatanerie, was mittlerweile in diesem Trauerspiel aufgetischt wird.
    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Nein, das sagte Bundesbern nie, sondern differenzierte zwischen den Einsatzbedingungen. Dies hat sich nicht gross geändert aber Masken sind keine eigenständige Schutzstrategie, sondern Teil eines grösseren Konzepts, wo eben auch Hygienemasken ihren Teil leisten. Für sich allein genommen haben Hygienemasken, vor allem in der Art wie sie die breite Öffentlichkeit nutzen, noch immer eine überschaubare Schutzwirkung aber zusammen mit den anderen Massnahmen ergibt sich eine kombinierte Wirkung.
  • Kommentar von Urs Ziegler  (Urs Ziegler)
    Chinesische Qualitätslabels oder Zertifikate? Wie bitte soll man den hier nachkontrollieren, ob die stimmen. Ich würde asiatischen Produkten nur soweit über den Weg trauen als ich die Qualität selber einfach nachvollziehen kann. Bei den Masken geht das gar nicht, man müsste staatliche Kontrollen bei allen Lieferungen in die Schweiz einführen. Wer sichere Qualität will, muss Schweizerische Produkte kaufen und dafür bezahlen. (Punkt)..
    1. Antwort von Manu Meier  (Manuel Meier)
      Der Grossteil der Ärzte Masken werden in China Produziert. Und die meisten Impfstoff Bestandteile in China und Indien. Glaubens sie mir, China hat mittlerweile min. so gute Standards wie wir.
    2. Antwort von Pierre De Laval  (Petros74)
      Entscheidend wäre dass die Leute die Maske auch aufsetzen...
  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    Offenbar will man den Pöbel langsam zur FFP2 Maske hinführen - genauso wie letztes Jahr zur Hygienemaske. Haben wir denn alle vor lauter Pandemieangst das selbständige Denken vergessen???
    1. Antwort von Xenia Pozar  (Zwerg1999)
      Momi: gerade weil ich des selbständigen Denkens mächtig bin, trage ich seit Ewigkeiten die FFP2 Maske