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Vor Hunderten Zuschauern Hier wird Pablo Escobars Haus gesprengt

Legende: Video Um 11.53 Uhr fällt das 8-stöckige Gebäude in sich zusammen abspielen. Laufzeit 00:20 Minuten.
Aus News-Clip vom 22.02.2019.
  • Über 25 Jahre nach seinem Tod ist das letzte Domizil des kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar in Medellín kontrolliert gesprengt worden.
  • 1600 Menschen wohnten der Zerstörung des Symbols der lateinamerikanischen Drogenkriminalität bei.
  • An der Stelle des 8-stöckigen Gebäudes soll ein Park zu Ehren der zehntausenden Opfer des Medellín-Kartells entstehen.

Innerhalb von wenigen Sekunden verschwand das bunkerähnliche Gebäude mit dem Namen Mónaco um 11.53 Uhr Ortszeit aus dem Stadtbild. 1500 Bewohner des Stadtviertels Santa María de Los Ángeles waren zuvor in Sicherheit gebracht worden.

Gedenkpark statt Pilgerstätte für Escobar-Verehrer

Medelllíns Oberbürgermeister Federico Guiérrez möchte mit dem Abriss die Verherrlichung Escobars eindämmen. Seit dessen Tod pilgerten Touristen aus aller Welt in die Hauptstadt der kolumbianischen Bergprovinz Antioquia und posierten vor dem Haus des Drogenbarons, darunter auch Stars wie Rapper Wiz Khalifa. Wegen seiner Spenden für Bewohner von Elendsvierteln gilt Escobar, der jahrelang auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen weltweit stand, noch immer zahlreichen Menschen als Held.

Dies wird ein Ort, um zu lernen und zu verstehen, was uns passiert ist. Etwas, das niemals wieder passieren darf.
Autor: Federico GutiérrezOberbürgermeister Medellín

Zudem hätte eine Sanierung des verfallenden ehemaligen Luxus-Domizils fast 11 Millionen US-Dollar gekostet. Stattdessen will die Stadtverwaltung etwa zweieinhalb Millionen Dollar ausgeben, um an der Stelle den 5000 Quadratmeter grossen öffentlichen Park zu Ehren der Opfer zu errichten.

Das Gebäude
Legende: Das nun gesprengte, weisse bunkerähnliche Gebäude mit dem Namen Mónaco trug noch die Spuren eines Autobombenanschlags des mit Escobar verfeindeten Cali-Kartells im Jahr 1988 und war zusehends verfallen. Keystone

Kontrolle des Internationalen Drogenschmuggels

Pablo Escobar und sein Drogenkartell dominierten in den 1980er-Jahren den internationalen Kokain-Schmuggel und waren für den Tod zehntausender Menschen verantwortlich. Nachdem Escobar dem kolumbianischen Staat den Krieg erklärt hatte, wurde er 1993 von der Polizei auf dem Dach eines Wohnhauses in Medellín erschossen.

Escobar mit einem Bodyguard 1983
Legende: Pablo Escobar dominierte in den 80er-Jahren den internationalen Kokain-Schmuggel. Er rangierte jahrelang auf der Forbes-Liste der weltweit reichsten Menschen. Keystone

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Schönes Video. Zu Beginn erklingt klassische Musik, dann folgt der Knall, schliesslich der Applaus der schön gekleideten ZuschauerInnen. Leider sieht man diese dann nach der Rauchwolke nicht nochmal, das ist wirklich Schade... Ansonsten ist diese Story völlig überflüssig.
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  • Kommentar von Andreas Meier (Epikur)
    Zeigt doch schön, warum unsere Spezies niemals einen gesellschaftlichen Zustand der wirklichen Gerechtigkeit und Würde erlangen wird. Weil die Mehrheit der Leute einfach nur interessiert, was oberflächlich Erfolg hat u. spektaktulär ist. Das Richtige ist langweilig und anstrengend. Gilt für Gangsterrapper, Trump, Drogen- und Menschenhandel, Abholzung der Regenwälder ect. Wir wissen auch, was man tun müsste, um es aufzuhalten. Aber, bhüeti Gott nein, dann müsste sich der Mensch ja anstrengen.
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  • Kommentar von Tom I (MrI)
    "Seit dessen Tod pilgerten Touristen aus aller Welt in die kolumbianische Hauptstadt und posierten vor dem Haus des Drogenbarons" Liebes SRF Team, Seit Ihr sicher das Medellìn die Hauptstadt Kolumbiens ist?
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    1. Antwort von SRF News
      Besten Dank für den Hinweis. Medellín ist die Hauptstadt der kolumbianischen Bergprovinz Antioquia.
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