Zum Inhalt springen

Header

Video
Vulkanausbruch sorgt für massive Schäden auf La Palma
Aus Tagesschau vom 22.09.2021.
abspielen
Inhalt

Vulkanausbruch auf Kanaren 200 Wohnhäuser auf La Palma sind komplett zerstört

  • Auf der Vulkaninsel La Palma begräbt die um die 1000 Grad heisse Lava auf ihrem Weg zum Meer ein Gebäude nach dem anderen.
  • Bisher sind mindestens 200 Wohnhäuser komplett zerstört worden, viele andere schwer beschädigt.
  • Laut Regional-Regierungschef Ángel Víctor Torres belaufen sich die Schäden auf mehr als 400 Millionen Euro.
  • Der Vulkan in der Cumbre Vieja im Süden der Kanareninsel war am Sonntag erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen – Verletzte gab es bisher keine.

Noch immer spuckt der Vulkan Lava, er hat den Menschen vor Ort aber zumindest eine kleine Schonfrist gewährt: Die glühenden Ströme schieben sich derzeit langsamer voran. Wälzte sich die mehrere Meter hohe Lavamasse anfangs noch mit 700 Metern pro Stunde bergab Richtung Meer, waren es heute nur noch 200 Meter.

Nun retten die Menschen auf der Insel, was noch zu retten ist, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete.

Legende: Ein Arbeiter bringt Kruzifixe aus der Kirche San Pio X in El Paso in Sicherheit. Keystone

In Todoque beispielsweise wurden Erinnerungsstücke, Kleidung, Möbel, Fahrräder, Matratzen und vieles andere, was nicht niet- und nagelfest war, auf Lastwagen verladen.

Legende: Einsatzkräfte helfen einem Bewohner von Todoque beim Tragen von Möbeln. Reuters

Darauf sassen weinende Menschen, die ihre Häuser für immer verlassen mussten. «Das wichtigste sind Dokumente zum Eigentum, denn danach werden sie uns später fragen, wenn hier nichts mehr ist», sagte ein Anwohner.

Legende: In Los Llanos de Aridane wischt eine Frau Asche vom Auto. Reuters

Weiterhin ist unklar, wann die Lava die Küste der Kanareninsel erreicht. Die Behörden rechnen dann mit giftigen Dämpfen, die beim Kontakt der Lava mit dem salzigen Meerwasser entstehen.

Wind aus Nordost hat bereits jetzt Rauch und Asche auf den Atlantik hinausgetrieben, wo die 75 Kilometer entfernte Insel El Hierro mit rund 11'000 Einwohnern liegt.

Kanareninsel ohne Massentourismus

La Palma liegt ganz im Nordwesten der Kanaren, einer Inselgruppe vulkanischen Ursprungs im Atlantik vor der Westküste Afrikas. Sie ist 85 Kilometer von der nächstgelegenen grösseren und bei Touristen sehr beliebten Insel Teneriffa und 57 Kilometer von La Gomera entfernt.

Massentourismus wie auf den bekannteren Kanareninseln Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote gibt es auf La Palma nicht.

Tagesschau, 22.09.2021, 12:45 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Der Vulkan Cumbre Vieja auf der Kanarischen Insel La Palma ist weiterhin aktiv. Die Behörden warnen nun vor der Ausbreitung einer Schwefeldioxidwolke. Die Wolke hat bereits die Küste Marokkos erreicht und sollte später über dem spanischen Festland eintreffen, bevor sie sich weiter Richtung Balearen und Südfrankreich fortbewegt. Berechnungen gehen davon aus, dass die Wolke den westlichen Mittelmeerraum und einen grossen Teil der nordafrikanischen Maghreb-Region bedecken könnte.
  • Kommentar von Vera Majewsky  (Arev)
    Der Kommentator sagt im Video: "Wie durch ein Wunder wurde noch niemand verletzt." Dabei berichtet die ältere Frau, dass sie ihre Tiere zurücklassen musste...?!?
  • Kommentar von Mark R. Koller  (Mareko)
    Für mich hat so ein Vulkanausbruch immer etwas Magisches an sich, aus dem Inneren unserer Erde strömt flüssiges Gestein nach oben und lässt eine Insel entstehen oder sie wird vergrössert. Gleichzeitig ist es natürlich tragisch, wenn dem heissen Lavastrom Siedlungen und Häuser im Wege stehen. Doch die Besitzer konnten das vorhersehen. Auch unserer Nachbarinsel gibt es noch aktive Vulkane, welche nach rund hundert Jahren wieder einmal ausbrechen könnten, bis jetzt deutet jedoch nichts darauf hin.