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Wachstum des Waldes Der neue Mittelpunkt des Schweizer Waldes liegt auf der Alp Älggi

  • Der Mittelpunkt des Schweizer Waldes liegt an einem neuen Ort: Er ist neu auf der Alp Älggi in Sachseln (OW)
  • Zwischen den Jahren 2009 und 2017 verschob er sich um 460 Meter, seit den 1980er Jahren verrutschte das Zentrum gar um 3.2 Kilometer Richtung Ostsüdosten.
  • Das geht aus dem Landesforstinventar (LFI) hervor.
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Archiv: Der Baum, der mit dem Klimawandel klarkommt, wird gesucht
03:35 min, aus Rendez-vous vom 23.09.2019.
abspielen. Laufzeit 03:35 Minuten.

Weil landwirtschaftliche Flächen in den Bergen aufgegeben werden, wächst die Waldfläche hierzulande. Aber nicht überall gleich stark. Deshalb verschiebt sich der Schweizer Waldmittelpunkt.

Als einen «schönen Zufall» bezeichnet Christoph Fischer von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) und stellvertretender LFI-Programmleiter den Standort laut einer Mitteilung. Denn: Auf der Alp Älggi befindet sich auch der geografische Mittelpunkt der Schweiz.

Legende: Insgesamt vermessen die WSL-Feldteams rund 72'000 Bäume. Simon Speich / LFI/WSL

Gemäss Zahlen des Landesforstinventars, das unter Schirmherrschaft von WSL und dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) steht, wuchs der Schweizer Wald seit Anfang der 2000er Jahre um 300 Quadratkilometer. Der Mammutanteil dieses Zuwachses geht auf die Alpen zurück, wo 210 Quadratkilometer neuer Wald entstanden ist.

Wie wird der Mittelpunkt des Waldes ermittelt?

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Der Waldflächenschwerpunkt wird als Mittelwert der X- und der Y-Koordinaten sämtlicher Waldprobeflächen des vierten Landesforstinventars (LFI4; Feldaufnahmen 2009–2017) ermittelt. Weitere Informationen zum Landesforstinventar und dessen Methoden finden Sie hier.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Ich verstehe nicht, wieso man Verwaldung stoppen will. Gratis Massnahme gegen den Klimawandel, Bäume wachsen, ohne gepflanzt werden zu müssen. Gibt es besseres?
    1. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Es schrumpft dafür die Artenvielfalt. Aber Sie haben recht. Oft versteht man den Naturschutz nicht, wenn er einerseit vom Menmsch unberührte Landschaft will, andereseits dann aber die Verwaldung, resp. den Artenschwund beklagt.
      Vermutlich passieren diese Vorgänge einfach am falschen Ort, und da die Schweiz immer kleiner wird (gemessen an der zur Verfügung stehenden Fläche pro Kopf) ist praktisch jeder Ort ein falscher Ort ;-)
    2. Antwort von Mark R. Koller  (Mareko)
      An B. Reuteler: Verwaldung ist zurecht ein etwas negativ geprägter Begriff. In der angestrebten 10 Mio. Einwohner Schweiz muss heute der Wald, auch der zusätzlich entstehende, bewirtschaftet werden, denn ob auch in 50 Jahren noch viel Holz aus fernen Ländern in die Schweiz importiert werden kann, ist eher fraglich. Angesichts der Klimaveränderung müssen heute geschulte Forstwarte den Wald der Zukunft anlegen, unterschiedliche Mischwälder sind angesagt, ob im Mittelland oder in der Alpenregion.
  • Kommentar von Lothar Drack  (spprSso)
    @SRF: Als waldmittelpunktmässiger Laie ist mir bei der Lektüre dieses Artikels nicht klar geworden, wie man sowas errechnet. Dass unser Wald seit dem Waldpolizeigesetz von 1876 wächst, ist bekannt. Wenn ganze Alpen verwalden, kommt einiges dazu.
    Das einzige Bild zeigt eine Frau mit einer Art Schublehre, einen Stammdurchmesser ungefähr auf Brusthöhe bestimmend. Ist dieser Vorgang auch Bestandteil dieser Waldmittelpunktsberechnung - wie muss ich mir das vorstellen? Im Text finde ich nichts.
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Lothar Drack
      Guten Tag Herr Drack. Gerne verlinken wir Ihnen den Artikel der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Freundliche Grüsse, SRF News

      https://www.wsl.ch/de/newsseiten/2021/09/neuer-waldmittelpunkt-mehr-wald-in-der-schweiz.html
    2. Antwort von Lothar Drack  (spprSso)
      Danke SRF, ich lese dort: «Im Mittelland und im Jura hat sich die Waldfläche in diesem Zeitraum nicht verändert (...). In den Voralpen und auf der Alpensüdseite wuchs die Fläche ein wenig, am stärksten jedoch legte sie in den Alpen zu, und zwar um 5 Prozent. So sind 70% oder 210 der 300 Quadratkilometer neuen Waldes in den Alpen entstanden. Über die ganze Schweiz berechnet, wandert deshalb der Waldmittelpunkt gegen Süden». Immerhin detaillierter, wenn auch Ermittlung der Mitte ungeklärt bleibt.
    3. Antwort von Lothar Drack  (spprSso)
      Weiter: «... zumindest im Tessin gibt es mittlerweile nicht mehr viele offene Stellen, wo überhaupt noch neuer Wald einwachsen könnte. Dort haben die Bauern schon vor Jahrzehnten die schwer zugänglichen Flächen aufgegeben».
      Positiv sei, dass die Waldfläche im Mittelland nicht schrumpfte, was «dem strengen Schutz der Waldfläche zu verdanken» sei, «für die Bevölkerung ein Glücksfall. Denn so bleibt der Freizeit- und Erholungsraum Wald für alle rasch erreichbar.»