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Panorama Wallis: 70'000 Kubikmeter Gestein ins Tal gestürzt

Oberhalb von Riddes sind gegen 70'000 Kubikmeter Gestein abgebrochen und ins Tal gestürzt. Verletzt wurde niemand. Es besteht weiterhin Felssturzgefahr.

Legende: Video Felssturz bei Riddes abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.05.2013.

Seit Tagen ist ein Hang südlich der Walliser Gemeinde Riddes in Bewegung. Am Freitag und in der Nacht zum Samstag sind nun rund 70'000 Kubikmeter Gestein zu Tal gestürzt, ohne grössere Schäden anzurichten.

Laut Angaben der Gemeinde sind damit rund 15 Prozent des befürchteten Bergsturzes abgebrochen. Seither habe sich die Situation teilweise stabilisiert, und die Spalten im Fels hätten sich nicht rasch weiter vergrössert.

Behörden in Alarmbereitschaft 

Die instabile Felsmasse bewegte sich am Freitag noch mit einer Geschwindigkeit von 35 Millimetern pro Stunde. Am späten Samstagnachmittag waren es noch 0,2 Millimeter pro Stunde, wie der technische Verantwortliche der Gemeinde Riddes, Dominique Meizoz, sagte. 

Das Felssturz-Gebiet bleibt aber unter erhöhter Beobachtung. Zwischen dem stabilen Felsen und dem instabilen Teil sind zwei Messgeräte angebracht, die den Kantonsgeologen alle zehn Minuten über die Geschwindigkeit der Felsbewegung informieren.

Befürchtet wird etwa eine allfällige Verstopfung des Flusses Fare und damit verbundene Überschwemmungen. Die Einwohner von Risikozonen müssen deshalb notfalls mit einer Evakuierung rechnen. Die Gemeinde hat einen Krisenstab eingesetzt.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Kathriner, Sarnen
    ja ja meine Herren, es gibt immer allerwelts Beserwesis....die es besser wissen als Leute die seit Generationen von solchen Gefahren bedroht sind und sich damit befassen... Beim Unwetter .2005 in Bern matte hat schon ein Bewohner dort gesagt, wir müssen uns vor den Umweltschützern und Experten, schützen...Das Wasser muss bei Gewittern möglichst schnell UNGEHINDERT abfliessen können. Für den Ausgleich haben wir viele schöne Seen.
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Nun ja, Herr Kathriner, es muss wohl schon stimmen, wenn ein Bewohner in Bern das gesagt hat. ;o)
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  • Kommentar von Martin Classen, Pratteln
    Lieber Herr Kathriner Sehr viel von Geologie scheinen sie nicht zu verstehen. Ein Felssturz wird nicht durch den Biber oder Revitalisierungsmassnahmen ausgelöst. Rutschgefährdete Hänge werden auch nicht absichtlich in eine Sumpflandschaft umgewandelt, sondern bewaldet. Bitte informieren Sie sich doch seriös bevor Sie Unwahrheiten hier niederschreiben. Und der Blick ist keine seriöse Quelle, sondern ganz woanders anzusiedeln...
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Klar kennt der Sachverständige W.Kathriner die Ursachen all dieser Abrutsche genauestens.Zunehmende Wetterextreme, zur Zeit monatelange,heftige Regenfälle,Schneeschmelze+Auftauen des Permafrostbodens weichen die Hänge auf.Sündenbock weder Umweltschützer noch Biber,sondern uva Leute,die ohne Rücksicht auf Bodenschichten od.Gefälle die schützende Vegetation vernichtet u.durch ausgedehnte Bauwut von Häusern,Hotels,Skilifte usf die Erdschicht beschädigt,ihr die Festigkeit genommen haben
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