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Wildleben statt Büsi Katzenjammer in Neuseeland

  • Die kleine Gemeinde Omaui im äussersten Süden Neuseelands plant, nach und nach seine Katzen loszuwerden.
  • Wenn eine Katze stirbt, darf der Besitzer keine neue mehr kaufen.
  • Dazu sollen alle Tiere gezählt, mit Mikrochips ausgestattet und gegebenenfalls auch kastriert werden.
  • Begründet wird dies mit der Sorge, dass die Katzen zu viele andere Tiere wie Vögel, Echsen und Insekten fressen.
Katze auf Zaun.
Legende: Katzen sind in Neuseeland ein Problem – zumindest in der Gemeinde Omaui. Keystone

Der Vorschlag der zuständigen Regionalbehörde Southland Environment wird nun heftig diskutiert. «Wir sind keine Katzenhasser. Aber wir wollen, dass es in unserer Umgebung ein vielfältiges Wildleben gibt», sagte ein Vertreter in Lokalmedien.

Insbesonders für Vögel seien die Katzen eine enorme Gefahr. Inzwischen gibt es aber auch eine Bürgerinitiative, die das Verbot verhindern will.

In Neuseeland ist die Katzenhaltung schon länger umstritten. In einigen Schutzgebieten gibt es Zäune, die das Eindringen von Katzen verhindern. Auch in der Hauptstadt Wellington gibt es inzwischen Proteste, weil die vermeintlich so friedlichen Haustiere in der Umwelt grossen Schaden anrichten. Katzen waren von europäischen Einwanderern nach Neuseeland gebracht worden.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Mit der Ankunft der europäischen Siedler kamen auch Wiesel, Frettchen, Katzen und Hunde auf die bisher raubtierfreien Inseln in Neusseland. Freilaufende, wildernde Hunde stellen sogar für erwachsene Kiwis eine tödliche Gefahr dar. Eingeschleppte Ratten machten Kiwis zudem die Nahrung streitig. Bis 2050 sollen alle eingeschleppten Räuber ausgerottet werden, damit das mehr als 250’000 km2 Land wieder wie ursprünglich räuberfrei sein wird und gesamte heimische Flora und Fauna profitiert. Grausam?
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Katzenjammer in Neuseeland. Begründet wird dies mit der Sorge, dass die Katzen zu viele Tiere wie Vögel, Echsen und Insekten fressen. Die Frage stellt sich: Sind es hauptsächlich herum streunende Katzen oder haben sie einen Besitzer? Leider werden keine Zahlen genannt wie viele Katzen in der Gemeinde Omaui gezählt wurden. Katzen sind nun mal Raubtiere, bin aber der Meinung, dass der Mensch selber viel Natur und die Artenvielfalt vernichtet, ausbeutet und die Schuld auf die Tiere überträgt.
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  • Kommentar von Anita Rusterholz (Anita Rusterholz)
    Eine Erklärung für jene, die nicht wissen ... „Der Mensch, auch Homo sapiens, ist nach der biologischen Systematik ein höheres Säugetier aus der Ordnung der Primaten. Er gehört zur Unterordnung der Trockennasenprimaten und dort zur Familie der Menschenaffen.“
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