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«Selber schuld», wer eingeschneit ist
Aus Espresso vom 16.01.2019.
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Wintersportort abgeschnitten «Selber schuld», wer eingeschneit ist

Ein Ort ist eingeschneit, eine An- oder Abreise ist nicht möglich. Betroffene Feriengäste haften selbst für die Mehrtage.

Entscheidend für die Haftungsfrage ist für die Rechtssprechung das Wort «Risikosphäre», erklärt Roger Rudolph, Professor für Arbeitsrecht an der Universität Zürich. Das bedeutet, dass es das Risiko des Arbeitnehmers ist, rechtzeitig an seinem Arbeitsort zu erscheinen.

Ausnahmen gibt es, wie einige der folgende Fälle zeigen:

  • Fall 1 – In den Ferien eingeschneit
    Der Wintersportort ist wegen eines Lawinenniedergangs oder akuter Lawinengefahr von der Umwelt abgeschnitten. Die Abreise ist nicht möglich und damit auch nicht das rechtzeitige Erscheinen am Arbeitsplatz. Das wirkt sich nun nachteilig für den Feriengast aus, auch wenn ihn der Umstand unverschuldet trifft. Er trägt das Risiko. Folglich erhält er für die Zeit der Abwesenheit keinen Lohn. Das Personalbüro wird das dann so lösen, dass ihm für diese Zeit das Ferienguthaben gekürzt wird. Gleich verhält es sich, wenn der Feriengast wegen eines Vulkanausbruchs oder streikendem Flughafenpersonal nicht rechtzeitig aus einem fremden Ferienland nach Hause kommt.
  • Fall 2 – Auf Geschäftsreise eingeschneit
    Hier trägt der Arbeitgeber das Risiko. Als Auftraggeber hat er dem Arbeitnehmenden für die ausgefallenen Tage weiterhin den Lohn zu bezahlen.
  • Fall 3 – Anreise nicht möglich
    Wer sein Hotel oder die Ferienwohnung nicht erreichen kann, weil die Zufahrt zum Ferienort wetterbedingt nicht erreicht werden kann, muss es auch nicht bezahlen. Die vertraglich abgemachte Leistung - Hotelunterkunft gegen Bezahlung - kommt nicht zustande. Den Gast trifft keine Schuld. Das Risiko trifft hier den Hotelier. Auch Stornierungskosten müssen nicht akzeptiert werden.
  • Fall 4 – Im Hotel eingeschneit
    Wer wegen der Schneemassen nicht vom Ferienort abreisen kann und weiterhin die Dienste des Hotels in Anspruch nimmt, muss diese weiterhin bezahlen.
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6 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Jordi  (Markus Jordi)
    @Redaktion: Viele Arbeitnehmer sind heutzutage in Gleitarbeitszeitmodellen beschäftigt. Auch wenn das Risiko der Arbeitsverhinderung in Form von Fehltagen vom Arbeitnehmer getragen werden muss, besteht unter diesen Modellen die Möglichkeit (z.T. auch Pflicht), Fehltage mit entsprechender Mehrarbeit zu kompensieren. Warum sollte also bei Gleitzeitarbeit der Lohn oder die Ferienguthaben gekürzt werden? Lehnen Sie solche Vorhaben des Personalbüros ab - es widerspricht dem Arbeitsvertrag.
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  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    @Herr Häuser
    Ihrer Ausführung nach soll dann nicht mehr langfristig Winterurlaub eintragen werden, sondern man geht eins zwei Wochen vor Beginn des Winterurlaubs zum Arbeitgeber und teilt ihm mit, wann man in den Skiurlaub fährt. Das ist ja eher etwas Weltfremd.
    MfG
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Die Wetterlage war ja bekannt über Wochen, also schaltet das "Hirn ein" statt zu jammern! Plant die Sport ferien anderst, denn Skifahren kann man bis im April bei diesen Schneemengen!
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    1. Antwort von Silvio Silla  (Silla)
      Drei Tage Föhn und der Schnee ist weg
    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      "Drei Tage Föhn und der Schnee ist weg" - das mag für das Unterland zutreffen aber sicher nicht für das Hochgebirge
    3. Antwort von Chruti Da Goya  (Νικος)
      wer hat denn jetzt wieder gejammert? Kann keinen Jammeri sehen....