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Lawinengefahr in den Bergen «Wir von der Rega sind bereit»

Viel Sonne und Neuschnee locken Tausende in die Berge. Aber Vorsicht: Die Lawinengefahr ist hoch. Die Rega ist bereit.

Die aktuelle Lawinengefahr in der Schweiz.
Legende: Die aktuelle Lawinengefahr in der Schweiz: Rot bedeutet «gross», orange bedeutet «erheblich». SRF

SRF: Am Wochenende erwartet uns erstmals warmes Frühlingswetter. Was bedeutet das für die Rega?

Adrian Schindler, Rega-Mediensprecher: Unsere Erfahrung zeigt: Je schöner das Wetter, desto mehr Einsätze fliegt die Rega. Denn bei Sonnenschein sind mehr Menschen im Freien und auf den Strassen unterwegs. Das Freizeitverhalten der Menschen widerspiegelt sich in unserer Einsatzzahl.

Haben sie zusätzliches Personal aufgeboten?

Ja, weil wir ein hohes Einsatzaufkommen erwarten, haben wir neben unseren zwölf Einsatzbasen am Wochenende einen zusätzlichen Rettungshelikopter im Einsatz. Dieser wird in Wilderswil (BE) stationiert sein. Die Einsatzzentrale am Flughafen Zürich wird voll besetzt sein.

Bei einem Notruf: Wie lange dauert es, bis der Rega-Helikopter abhebt?

Tagsüber sind wir spätestens innerhalb von fünf Minuten nachdem uns die Einsatzzentrale alarmiert hat in der Luft.

Die Rega scheint bereit zu sein.

Ja, wir sind bereit. Das sind wir aber immer, rund um die Uhr. Bei hohem Einsatzaufkommen ist vor allem eine gute Zusammenarbeit mit unseren Partnern entscheidend. Das Zusammenspiel innerhalb der Rettungskette muss reibungslos funktionieren, damit die Hilfe möglichst schnell zum Patienten kommt.

Wie abhängig sind Sie denn von Ihren Partnern?

Unsere Partner spielen eine ganz entscheidende Rolle. Zum Beispiel nimmt der SOS-Pistenrettungsdienst auf der Ski-Piste eine erste Triage vor und sorgt dafür, dass unsere Helikopter sicher landen können, indem die Pistenpatrouilleure die Piste absperren und unseren Piloten einweisen.

Auch die Lawinenhundeführer des Schweizer Alpen-Clubs SAC, die beispielsweise bei einem Lawinenabgang mit Verschütteten von der Rega aufgeboten werden, tragen einen Pager und sind innert Minuten einsatzbereit. Wir alle haben das gleiche Ziel: Menschen in Not möglichst schnell Hilfe zu bringen.

Das Interview führte Benedikt Widmer.

Was bedeutet die Gefahrenstufe «erheblich»?

Gemäss dem Institut für Schnee und Lawinenforschung (SLF) ist bei der dritthöchsten Gefahrenstufe eine Lawinenauslösung bereits bei geringer Zusatzbelastung möglich. «Ein wenig geübter Skifahrer hat dann nichts neben der Piste verloren», sagt denn auch Benjamin Zweifel vom SLF. Ein Bergführer hingegen sei in der Lage die Situation einzuschätzen. Steilhänge in exponierten Gebieten und Höhenlagen sollten aber generell gemieden werden.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Die Natur ist nicht kein "billiges" Konsumgut, kein Selbstbedienungsladen. Aber zu viele denken, dass sie sich draussen in der Natur ohne Rücksicht auf die Mitnatur, die Tiere, auf allfällige Einsätze von Rettungsdienstleuten, ohne Rücksicht auf eigene Angehörige im Unglückfall bedienen können, wie es ihnen gefällt. Für lustvolle Skifahrten habe ich volles Verständnis. Aber der Natur und Mitmenschen ist genügend Respekt entgegenzubringen. Innerhalb dieses Rahmens gibt es viele tolle Skifahrten.
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  • Kommentar von marc rist (mcrist)
    Vielleicht wäre es gar zweckmässiger, die REGA wäre etwas weniger bereit. Viel zu viele Berggänger und Skifahrer gehen unnötige und übertriebene Risiken ein, im Vertrauen darauf, dass sie im Notfall mit dem Heli gerettet werden.
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    1. Antwort von Aurel Specker (Auspec)
      Wahrscheinlich nicht, ich habe noch nie gehört von Menschen die sagen: "Ach die Rega rettet uns dann schon". Ganz im Vergleich dazu dass man sagt man sei ja versichert es ist schon okey... Zudem bestraft man diese Leute welche schlichtweg Pech haben. Es wäre besser Leute welche fahrlässig Risiken eingehen zu büssen, mit oder ohne Vorfall.
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