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Gefährlicher Schädling eingeschleppt
Aus Espresso vom 08.06.2021.
abspielen. Laufzeit 03:20 Minuten.
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Zierpflanzen-Rückruf Gefährlicher neuer Schädling auf «Zylinderputzern» entdeckt

Die Schmierlaus bringt Pflanzen zum Absterben. Der Bund ruft deshalb 50 Töpfe mit Callistemon-Pflanzen dringend zurück.

Wer zwischen März und Mai in einem Gartencenter oder in einer Baumschule einen Topf der sogenannten Callistemon-Pflanze gekauft hat – wegen der Form der roten Blüte besser bekannt als «Zylinderputzer» oder «Pfeifenputzer» - sollte sich so rasch als möglich mit dem Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst in Verbindung setzen: 058 / 462 25 50 oder phyto@blw.admin.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster. Es handelt sich um 50 Töpfe, die mit einem Pflanzenpass, der europäischen Flagge und der Prüfnummer IT-19-0327 versehen sind.

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Legende: Sollte sich diese Nummer auf dem Top befinden, kontaktieren Sie bitte den Pflanzenschutzdienst. admin.ch

Grund: Auf mehreren dieser Zierpflanzen wurde ein für Europa neuartiger Schädling identifiziert: Er heisst «Ripersiella hibisci», eine Schmier- oder Wolllaus, welche die Pflanze zum Absterben bringt. «Diese Laus klammert sich an den Wurzeln fest. Die Pflanzen hören auf zu wachsen, werden gelb und sterben schliesslich ab», erklärt Jonathan Fisch, Mediensprecher des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) im SRF-Konsumentenmagazin «Espresso».

Diese Läuse können auch andere Pflanzen befallen wie Hibiskus, Rhododendron, Ficus oder Oleander.

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Legende: Wegen ihrer roten Blüten sind die Callistemon-Pflanzen bei Pflanzenfreunden sehr beliebt. admin.ch

Entdeckt wurde der Schädling in Italien, allerdings erst, als schon diverse Callistemon-Töpfe in verschiedene europäische Länder ausgeliefert worden waren, 50 davon in die Schweiz. Bislang habe man erst deren drei gefunden und fachgerecht entsorgen können, sagt der BLW-Sprecher.

Fachleute müssen Entsorgung vornehmen

Wer nun eine solche Pflanze bei sich habe, sollte sich unbedingt beim Pflanzenschutzdienst melden, so Fisch. Fachleute kämen dann vorbei und würden sich des Problems annehmen und auch andere Pflanzen in der Nähe auf einen möglichen Befall untersuchen. Es empfehle sich auf keinen Fall, die Pflanze selbst zu entsorgen. Der Einsatz der Fachkräfte ist kostenlos.

Espresso, 08.06.2021, 08:13 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Hostettler  (hoss)
    Mich dünkt einfach auch bei Pflanzen sollte der Konsument darauf achten: aus der Region für die Region.
  • Kommentar von Adrian Weber  (Pöbel)
    Das Problem an Schädlingen ist nicht, dass es sie gibt, sondern dass sie sich in Monokulturen ungehindert ausbreiten können. Die Natur versucht stets ein Gleichgewicht herzustellen: ein Überangebot wird reduziert, damit die Diversität erhalten bleibt.
    Monokulturen sind das eigentliche Problem.
  • Kommentar von Ralph Ebersbacher  (ralph.ebersbacher)
    Chemische Pflanzenschutzmittel sind mittelalterlich. In einem modernen Land wie der Schweiz sollten ausschliesslich mechanische Schädlingsbekämpfungsmethoden eingesetzt werden.
    1. Antwort von Ludwig Werner  (Sirius2)
      Prima! Dann fangen Sie schon mal an, die Pflanzen auszugraben und die Schädlinge einzusammeln.