Ob kleine Tätlichkeit oder harte Prügelei: Die meisten Jugendlichen in grösseren Schweizer Städten wurden bereits mit Gewalt im Ausgang konfrontiert. 2011 schlug die Schweizerische Versicherungsanstalt (Suva) Alarm und warnte vor zunehmender Gewalt unter Jugendlichen.
Zwei Jahre später präsentierte die Suva neue Zahlen: Das Gefahrenrisiko für junge Männer sei um 20 Prozent zurückgegangen. Doch «noch immer geschehen die meisten gewaltbedingten Verletzungen im Ausgang», hält der Studienverfasser Bruno Lanfranconi fest. «Die Spitze ist nachts um 2 Uhr», so Lanfranconi.
Gewalt ja – Angst nein
Wie sehen dies die Jugendlichen selbst? politbox hat dazu den App-Usern in einer nicht repräsentativen Umfrage verschiedene Fragen gestellt.
Warst du im Ausgang schon einmal mit Gewalt konfrontiert?
Die letzte Suva-Studie zeigt denn auch weniger Erfreuliches: So nahmen 2013 vor allem die Gewaltverbrechen an jungen, berufstätigen Frauen zu. Viele junge Frauen werden im Ausgang bedrängt und von betrunkenen Männern belästigt. Dies zeigte jüngst auch ein Beitrag der SRF-Sendung «Rundschau» aus dem Nachtleben in Wil und Zürich.
Alkohol und Drogen senken die persönlichen Hemmungen. Umso stärker werden politische Forderungen, Alkohol nur noch bis zu gewissen Zeiten zu verkaufen. Aktuell sind solche Verkaufszeiten kantonal geregelt.
Doch auch die Verstärkung der Polizeipräsenz in Ausgehmeilen und mehr Überwachungskameras im öffentlichen Raum sollen die Sicherheit erhöhen, fordern vor allem bürgerliche Politiker. Was halten die politbox-User von solchen Vorschlägen?
Fühlst du dich dank Überwachungskameras im öffentlichen Raum sicherer?
In einer früheren politbox-Umfrage wollten wir ausserdem wissen, ob Gewalt ein legitimes Mittel des Protests in der Schweiz ist. Hier die Resultate zu diesem Thema.