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Ja mit einzelnen Vorbehalten zum Hochwasserschutz
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 05.11.2019.
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100-jährliches Hochwasser 31 Millionen für den Hochwasserschutz im Suhrental

  • Das Suhrental – die Gemeinden von Schöftland bis Suhr – soll vor einem Hochwasser geschützt werden, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommen kann.
  • Wichtigstes Element des Hochwasserschutzes ist ein Rückhaltebecken in der Gemeinde Staffelbach. Das Becken soll das Wasser daran hindern, Dörfer zu überschwemmen.
  • Der Grosse Rat des Kantons Aargau hat für die Schutzmassnahmen Kredite von insgesamt rund 31 Millionen Franken bewilligt. Daran bezahlt der Bund etwa zwei Drittel.
  • Der Entscheid fiel einstimmig. Allerdings wurde zum Teil bemängelt, dass viel Landwirtschaftsland verloren gehe.
Visualisierung eines Hochwasserdamms.
Legende: Der geplante 150 Meter lange Rückhaltedamm an der Suhre. (Visualisierung) ZVG/Kanton Aargau

Wenn die Suhre viel Wasser über die Ufer tritt, dann könnte ein Gebiet mit rund 600 Wohnhäusern und Industrie überschwemmt werden. Ein solches Hochwasser würde laut der Aargauer Regierung Schäden in der Höhe von rund 27 Millionen Franken verursachen.

Zentral am Projekt ist ein Hochwasserrückhaltebecken in Staffelbach. Es soll ein Hochwasser der Suhre oberhalb des Siedlungsgebiets zurückhalten. Es ist auch ein 150 Meter langer und drei Meter hoher Damm geplant. An das Projekt gekoppelt sind auch Massnahmen zur Revitalisierung der Suhre bis an die Kantonsgrenze zu Luzern.

Von den Kosten in der Höhe von rund 31 Millionen Franken muss der Kanton ungefähr 4 Millionen tragen. Der grosse Teil, rund 21 Millionen, bezahlt der Bund. Die Aargauische Gebäudeversicherung steuert knapp eine Million bei. Die restlichen knapp fünf Millionen Franken werden auf die beteiligten Gemeinden verteilt.

Im Grossen Rat fiel der Entscheid einstimmig. Von Seiten der SVP wurde aber kritisiert, dass durch die Schutzbauten wertvolles Landwirtschaftsland verloren geht. Schlecht kam auch an, dass der Beitrag des Bundes nur fliesst, wenn Revitalisierungen «auf Kosten der produzierenden Landwirtschaft massiv über das Ziel hinaus geschossen wird», wie es Christian Glur ausdrückte.

Genau diese Revitalisierungsmassnahmen fanden aber etwa Hansjörg Wittwer von den Grünen besonders wichtig. Nur gesunde Böden könnten genügend Regenwasser aufnehmen, dieses speichern und später den Pflanzen und als Grundwasser dienen.

Der Baustart soll laut Plan 2023 sein. Fertiggestellt wäre der Hochwasserschutz an der Suhre 2026.

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