156 radioaktive Fässer mehr für das künftige Tiefenlager

Im Plasma-Ofen des Zwischenlagers Würenlingen AG sind diesen Herbst 637 Fässer mit schwach radioaktivem Abfall verarbeitet worden. Das Volumen der Abfälle wurde auf 156 Fässer reduziert. Diese Fässer werden später in das geplante Tiefenlager versenkt.

Ein Transportsystem fährt ein oranges Fass mit radioaktiven Abfällen zum Tor des Plasmaofens. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Fässer werden im Zwilag von einem führerlosen Transportsystem zum Plasmaofen befördert. Keystone

Die Abfälle stammten aus den Schweizer Kernkraftwerken Beznau, Leibstadt, Mühleberg und Gösgen, wie die Betreiberin Zwilag AG am Freitag nach Abschluss der 19. Verarbeitungsphase mitteilte.

Bei der Bearbeitung wurden die Abfälle thermisch zersetzt und eingeschmolzen. Bei diesem Verfahren können sowohl organische wie anorganische Stoffe verarbeitet und das Volumen der Abfallmenge auf einen Viertel verringert werden. Während des Schmelzvorgangs wird zusätzlich Glas zugeführt. Glas eignet sich, um die radioaktiven Stoffen dauerhaft einzuschliessen.

Weltweit einzigartige Anlage

Die Plasma-Anlage im aargauischen Würenlingen wird seit zehn Jahren zur Verarbeitung von schwachaktivem Abfall eingesetzt. Weltweit steht das Zwischenlager der Schweizer AKW-Betreiber mit dieser Technik im Nuklearbereich noch immer allein da.

Video «Weltpremiere: Radioaktiver Abfall im Plasmaofen» abspielen

Weltpremiere: Radioaktiver Abfall im Plasmaofen

7:32 min, aus MTW vom 18.11.2004