Der Vorkämpfer des Regionaljournals erinnert sich

Vom Studio Basel aus berichtete DRS-Journalist Roland Meyer ab 1965 über die Kantone Aargau und Solothurn. Schnell war ihm klar, es braucht eine eigene tägliche Sendung für und über die Region. Bis er jedoch Politiker, SRG und PTT davon überzeugen konnte, handelte er sich einigen Ärger ein.

Die Berichterstattung über die Kantone Aargau und Solothurn war in den 60er und 70er Jahren bei Radio DRS eher stiefmütterlich, erinnert sich Roland Meyer. Der gebürtige Freiämter wollte dies ändern. Er erinnert sich heute an den steinigen Weg: «Die SRG sagte: Kommt nicht in Frage, die PTT, welche die Sender bauen musste sagte: Kommt ohne SRG-Auftrag nicht in Frage. Also blieb mir nichts anderes übrig, als bei den Politikern anzufangen».

Zeitungsscan der Solothurner Zeitung vom 26. April 1978 Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Roland Meyer (rechts) im April 1978 auf dem Dorfplatz Nuglar mit UKW-Fee Birgit Steinegger und Ammann Georg Hofmeier. Scan aus Solothurner Zeitung / Paul E. Kiss

Meyer weibelte darum jahrelang bei den Regierungsräten beider Kantone, bis sich diese für eine gemeinsame tägliche Sendung starkmachten. Bei der SRG hatte man keine Freude am aufmüpfigen Reporter, erinnert sich der heute über 70-Jährige: «Wenn man an der SRG vorbei etwas einfädeln will, muss man antraben». Es gab mehrere Verweise, die jedoch nichts brachten. Ab 1984 ging das Regionaljournal Aargau Solothurn täglich auf Sendung, sechs Jahre später als die übrigen Regis. Roland Meyer selbst verliess DRS kurz davor.