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Aarburg kauft ehemaligen Gasthof um Sozialhilfe zu sparen
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Aarburg kauft Gasthof Schluss mit überteuerten Mini-Zimmern für Sozialhilfebezüger

  • Die Gemeinde Aarburg hat einen ehemaligen Gasthof im Dorfzentrum gekauft. Für den «Burghof» hat sie 1.4 Millionen Franken bezahlt.
  • Man wolle mit dem Kauf etwas gegen die hohen Sozialhilfe-Ausgaben unternehmen, schreibt der Gemeinderat.
  • Im ehemaligen Gasthof wurden von privater Seite Zimmer «ausschliesslich an sozial benachteiligte und Flüchtlinge» vermietet. Diese bezahlten zudem laut Gemeinde überhöhte Preise.
Schild eines Restaurants mit Aufschrift «Burghof».
Legende: SRF

Der Gemeinderat von Aarburg will laut eigenen Angaben weiter gegen das «Geschäftsmodell Zimmervermietung» vorgehen, um für die Gemeinde Kosten zu sparen. Das Geschäftsmodell funktioniert so: Ein Liegenschaftsbesitzer richtet in einer heruntergekommenen Bleibe viele kleine Einzelzimmer ein, die in so schlechtem Zustand sind, dass sie auf dem Markt eigentlich keinen Abnehmer finden.

Da die Zimmer aber günstig sind, werden sie an Sozialhilfebezüger vermietet, die keine andere Wohnung finden. Die Mieten für die Sozialhilfebezüger, die überteuert in solchen Zimmern wohnen, zahlt in der Regel die Gemeinde.

Aarburgs Sozialvorsteherin Martina Bircher sagt: «Ich bekämpfe dieses Geschäftsmodell mit allen Mitteln, denn es ist eine absolute Frechheit gegenüber den Steuerzahlern und gegenüber den Menschen, die in diesen Zimmern wohnen müssen.» Die Integrationsbemühungen einer Gemeinde würden dadurch erstickt.

Was genau die Gemeinde Aarburg mit dem Burghof macht, ob Umbau oder Abriss, ist jetzt noch offen. «Es geht uns darum eine Aufwertung zu realisieren», sagt Martina Bircher.

Dennoch stellt sich die Frage, ob die Gemeinde Aarburg nicht einfach ihre Problemfälle an andere Gemeinden abschiebt, in dem sie den Burghof kauft und billigen Wohnraum vernichtet. Martina Bircher sagt dazu: «Wir sind eine Gemeinde mit 6.1 Prozent Sozialhilfeempfängern. Das ist die höchste Quote im Aargau. Ich denke da ist es legitim, dass wir auch zu einem solchen Mittel greifen.»

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Aus Rundschau vom 20.12.2017.
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