Zum Inhalt springen
Inhalt

Aargau Solothurn Aarburg tritt aus Skos aus

Der Gemeinderat von Aarburg hat den Austritt aus der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos) beschlossen. Die Gemeinde mit einem besonders hohen Anteil an Sozialhilfefällen, will damit ein Zeichen setzen. Viel mehr nützt der Austritt auch nicht.

Frau sitzt an einem Tisch mit dem Kopf auf dem Tisch
Legende: Wieviel Sozialhilfe soll es geben? Trotz Skos-Austritt kann Aarburg nicht selbst entscheiden. Keystone

Aaburg klagt schon seit Längerem über die hohen Belastungen in der Sozialhilfe. Im Sommer 2015 gab die Gemeinde sogar bekannt, dass sie die Sozialhilfe künftig auf Prepaid-Kreditkarten auszahlen will. So soll verhindert werden, dass die ausländischen Sozialhilfebezüger ihr Geld ins Ausland überweisen.

Austritt ist ein symbolischer Akt

Nun geht die Gemeinde Aarburg mit dem Austritt aus der Skos einen nächsten Schritt. «Die Richtlinien der Skos sind für die Gemeinden längerfristig nicht mehr tragbar», sagt SVP-Gemeinderätin Martina Bircher. Die Gemeinde wolle deshalb mit ihrem Austritt ein Zeichen setzen.

Keinen Einfluss auf Sozialhilfe

Mehr als ein Zeichen ist dieser Austritt jedoch nicht. Denn die Gemeinde muss sich nach wie vor an die Richtlinien der Skos halten, da der Kanton Aargau nach wie vor Mitglieder der Schweizerischen Sozialhilfekonferenz ist. Die Gemeinden richten sich nach den Vorschriften des Kantons.

Skos verschärft Richtlinien

Bei der Aargauer Gemeindeammännervereinigung sorgt der Entscheid aus Aarburg für Erstaunen. Denn eigentlich arbeiten die Kantone zurzeit an einer Verschärfung der Skos-Richtlinien. Unter anderem sollen Sozialämter mehr Möglichkeiten haben, unkooperativen Bezügern die Leistungen zu kürzen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Richard Sommerhalder (riso)
    Im Mai 2015 ist ein Skos-Austritt im Zürcher Kantonsparlament auf die Motion einer FDP-Politkerin mit 96 zu 73 Stimmen gescheitert; also nicht ein sehr "klares" Abstimmungsresultat zu Gunsten von Skos.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Felix Grendelmeier (Felix Grendelmeier)
    was hat das bild der beim lesen eingeschlafenen frau mit dem austritt aarburgs aus der skos zu tun? soll es heissen, dass sozialhilfeempfangende in aarburg künftig viel schlafen aber nur noch wasser trinken können. der betrieb eines handys (links im bild) scheint jedoch nach wie vor gewährleistet. übrigens: laut neusten zahlen ("der club" vor einer woche) gibt aarburg bei 17mio steuereinnahmen 12mio für den sozialsektor aus!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Mario Gutknecht
      Guten Tag Herr Grendelmeier. Interessant was alles in ein Bild hinein interpretiert werden kann. Das zeigt, wie heikel die Auswahl von Bildern manchmal sein kann.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Ja, leider ist das deutliche Zeichen aus Aarburg (als echter Hilferuf zu verstehen!) bloss ein "ZEICHEN" gegen die geltenden SKOS-Richtlinien! Sind wir froh, dass die arg mit Sozialfällen gebeutelte Aargauer Gemeinde wenigstens mit dem "Austritt" aus der SKOS ein Zeichen setzt! Ob dieser "Hilferuf" anderorts und politisch VERSTANDEN wird, ist sehr zu bezweifeln! Die Gutmensch-Industrie (und die ganze MITTE-LINKS-ELITE) ist zu STARK, dass solche Zeichen aus der Praxis wahrgenommen werden!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen