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Besitzer von Neubauten müssen selbst Strom produzieren
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 03.03.2020.
abspielen. Laufzeit 09:52 Minuten.
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Aargauer Energiegesetz Kein Verbot von Ölheizungen

Zweite Runde, und zum zweiten Mal eine grosse Diskussion. Das Aargauer Kantonsparlament hat am Dienstag nochmals über das Energiegesetz beraten. Aus der ersten Debatte gab es noch einige Anregungen.

So haben einige Parlamentarier gefordert, dass Ölheizungen schnell verboten werden oder auch, dass der Kanton mehr Geld für Hausisolierungen ausgibt. Die Regierung hat diesen Anliegen bereits im Vorfeld eine Absage erteilt. Dem folgt nun auch das Kantonsparlament. Am Schluss stimmte es mit 80 zu 50 Stimmen dem neuen Energiegesetz zu.

Das bedeutet nun für die Hausbesitzer:

  • Zentrale Elektro-Boiler müssen innerhalb von 15 Jahren ersetzt werden.
  • In Neubauten muss selbst Strom produzieren werden (meist eine Solaranlage) oder die Besitzer müssen sich an einer solchen Anlage beteiligen.
  • Häuser müssen mit einer Gebäudeautomation ausgerüstet werden, sofern es technisch und finanziell möglich ist.
  • Beim Ersatz einer Heizung darf diese höchsten zu 90 Prozent nicht erneuerbare Energie verbrauchen.
  • Eigentümer einer fixen zentralen Elektroheizung müssen innerhalb von 10 Jahren aufzeigen, wie sie diese ersetzten.

Übrigens betreffend der Ölheizungen bleibt alles praktisch wie bisher. Schon das heutige Gesetz sagt, dass Heizungen mit fossilen Brennstoffen nur installiert werden dürfen, wenn es keine Alternative mit einem geringeren CO2-Ausstoss gibt.

Fragezeichen in der Branche

Mann steht vor rotem Kasten.
Legende:Das Energiegesetz beschäftigt Heizungstechniker Hanspeter Märki.SRF

Das neue Aargauer Energiegesetz beschäftigt die Heizungsspezialisten in der Region. Für die Branche sei es im Moment sehr schwierig, berichtet Heizungstechniker Hanspeter Märki von der Firma Widmer + Co. AG. «Die Verunsicherung ist gross. Die Kunden haben viele Fragen bezüglich der Gesetzgebung. Was darf oder muss ich bei meinem Haus?», sagt Märki.

Er selber frage sich zudem, wer denn in Zukunft kontrolliere, ob die Hausbesitzer wirklich den Energieträger Öl reduzieren. «Da kann man Gesetze aufstellen bis zum Sankt Nimmerleinstag. Wenn es niemand kontrolliert, bringt es nichts.»

Regionaljournal Aargau Solothurn, 17:30 Uhr, gutm;hahw;mosa

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Robert Frei  (RFrei)
    Vor 36 Jahren wurde durch tatkräftiges Agiern der Öl-Lobby zusammen mit den Grünen (!) das Projekt Transwaal gebodigt, welches eine zentrale Wärmeversorgung des unteren Aaretales und des Limmattales bis Zürich geliefert hätte. In dieses Fernwärmenetz hätte man beliebig viele und beliebig geartete Wärmequellen anschliessen können. Heute soll offensichtlich jeder einzelne Investitionen von mehreren 10'000 Franken aufbringen für seinen eigenen Öko-Ofen. Ineffizient!
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