Aargauer Judoka Ciril Grossklaus hofft auf Rio – trotz EM-Aus

Der Aargauer Judoka Ciril Grossklaus setzt alles auf seine Sportart. Für den Traum der Olympischen Spiele in Rio hat er sogar seinen Job auf Eis gelegt. An der EM in Russland am Wochenende ist er zwar in den Achtelfinals ausgeschieden. Trotzdem hat er wichtige Punkte gesammelt.

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Bildlegende: Varlam Liparteliani in Aktion gegen Krisztian Toth (EM in Russland), gleiche Gewichtsklasse wie der Aargauer Grossklaus. Keystone

Die EM im russischen Kasan war für den Hottwiler Judoka Ciril Grossklaus bereits nach dem Achtelfinal zu Ende. Der 25-jährige Aargauer verlor gegen den gleichaltrigen Ukrainer Quedjau Nhabali. Ein unangenehmer Gegner meint Grossklaus: «Es ist immer eklig gegen ihn zu kämpfen.»

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Bildlegende: Der 25-jährige Judoka trainiert in Brugg und hat Grosses vor. zvg/Judo Club Brugg

Nicht nur der Gegner war unangenehm, sondern auch die Art und Weise, wie er Grossklaus bezwingen konnte war «eklig». Der Schweizer stand bereits als Sieger fest. Dann revidierten die Videorichter den Entscheid und setzten die Wertung runter.

Der Kampf ging weiter und Ciril Grossklaus brauchte eine Weile um sich wieder zu fokussieren. Nicht so sein Gegner, der nach der vermeintlichen Niederlage auf Angriff setzte. «Er kam wie eine Furie», schildert Grossklaus die entscheidende Szene, in der er sich einen grossen Punkterückstand einhandelte.

Trotz seinem frühen EM-Out ist er weiterhin auf Olympiakurs. Nur mit der Olympiateilnahme will er sich jedoch nicht zufrieden geben. Sein grosses Ziel bleibt nach wie vor ein Medaillengewinn in Rio. Diesem Kindheitstraum ordnet er momentan alles unter. Sogar sein Beruf legt er nun zwischenzeitlich auf Eis.