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Ausfahrt Lenzburg Grösste Strassen-Baustelle im Aargau geht so richtig los

Die Ausgangslage: Täglich fahren 25'000 Fahrzeuge von der Autobahnausfahrt Lenzburg über den Verkehrsknoten Neuhof. In den Stosszeiten kommt es zu Rückstau bis auf die Autobahn. Mit einem 75-Millionen-Franken-Projekt wird dieser Engpass beseitigt. Die Autofahrer werden die Baustelle ab nächster Woche spüren. Die Umstellung erfolgt – sofern das Wetter mitspielt – in der Nacht vom 28. auf den 29. August.

Baumaschine
Legende: ZVG / Kanton Aargau

Das Projekt: Künftig soll der Verkehr von der Autobahn A1 in Richtung Bünztal/Freiamt über einen Tunnel geführt werden. In der Grafik unten ist dieser Tunnel als gestrichelte, schwarze Linie eingezeichnet. Auf diese Weise will der Kanton den Knoten entflechten, der Verkehr soll künftig auf zwei Ebenen fliessen, durch den Tunnel wird die Kapazität erhöht.

Plan der Baustelle
Legende: ZVG / Kanton Aargau

Provisorische Strassen: Damit der Verkehr während der Bauarbeiten nicht zum Stillstand kommt, gibt es eine provisorische Strassenführung über den Kreisel Gexi, die Spange Hornerfeld und den Kreisel Horner (siehe Grafik oben). Diese Provisorien sind bereit, ab Ende August 2018 wird der Verkehr darüber umgeleitet. In den ersten Wochen stehen rund um die Baustelle gleichzeitig bis zu 20 Mitarbeiter eines Verkehrsdienstes im Einsatz, um den Verkehr möglichst reibungslos umzuleiten. Nach der Fertigstellung des Tunnels werden die provisorischen Umfahrungsstrassen wieder abgebrochen.

Bauarbeiten
Legende: ZVG / Kanton Aargau

Herausforderung Tunnelbau: Der Tunnel wird im Tagbau erstellt. Das heisst, er wird nicht gebohrt. Stattdessen s wird ein bis zu 14 Meter tiefer Graben ausgebaggert. Im Graben wird die Strasse eingebaut und danach zugeschüttet, so dass ein Tunnel entsteht. Mit den beiden Rampen misst die neue Strasse etwa 650 Meter, davon sind 360 Meter im Tunnel.

Der Zeitplan

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  • März 2018: Start Vorbereitungsarbeiten
  • September 2018: Umstellung Verkehr über provisorische Strassenführung & Baustart Tunnel
  • Dezember 2020: Inbetriebnahme Tunnel
  • Dezember 2021: Fertigstellung

Welche Strassen sollen im Aargau noch gebaut werden?

Rolf Meier vor Aargau-Karte
Legende:Kantonsingenieur Rolf MeierSRF

SRF News: Die Baustelle in Lenzburg läuft, die geplanten Umfahrungen von Bad Zurzach, Brugg, Mellingen und Sins sind fast startklar. Geht Ihnen bald die Arbeit aus?

Rolf Meier, Kantonsingenieur AG: Nein, das nächste Grossprojekt ist die Ost- und Südumfahrung von Suhr. Es gibt aber auch 700 kleine und mittlere Projekte wie Strassen-Sanierungen, die uns auf Trab halten.

Ein Fokus liegt auch auf dem Ost-Aargau.

Genau. Die Region ist sehr attraktiv und wächst stark. Wir müssen schauen, wie man die Mobilität erhalten kann, ohne, dass man alles zubetoniert. Dazu gehört die Limmattalbahn, aber auch das Gross-Projekt OASE, bei dem man ein Gesamtverkehrs-Konzept entwickelt. Es geht also nicht nur ums Auto, sondern auch um den ÖV, den Velo- und Fussverkehr.

Gibt es ein Pendant zum OASE-Projekt auch für den West-Aargau?

Ja, wir erwarten auch in diesem Gebiet ein Wachstum, deshalb starten wir aktuell eine Analyse des Grossraums Aarau.

Das Mittelland ist schon ziemlich verbaut. Hat es überhaupt noch Platz für neue Strassen?

Für ganz neue Strassennetze hat es tatsächlich kaum noch Platz. Es wird aber noch die eine oder andere Umfahrung realisiert werden. Dies, damit man Ortszentren vom Durchgangsverkehr entlasten kann – so wie das typischerweise in Bad Zurzach oder Mellingen geschehen soll.

Gibt es denn weitere Umfahrungen, die angedacht sind?

Am weitesten ist man sicher in Suhr. Ansonsten kommt es auf die strategische Planung an, die im Moment anläuft. Im Ost-Aargau sind sicher Brugg und Baden im Fokus. Mittelfristig sind andere Umfahrungen nicht in der Pipeline.

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