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Aargau Solothurn Axpo: Der «Teufelskreis» beginnt

Die UBS stuft den Energiekonzern Axpo als weniger kreditwürdig ein: Die Grossbank senkt das Kreditrating. Damit beginnt laut Verwaltungsratspräsident Robert Lombardini eine Art «Teufelskreis».

Axpo-Logo auf dem Kraftwerk Beznau
Legende: Die Axpo-Kraftwerke (wie im Bild Beznau) sind weniger wert: Damit verliert der Konzern wertvolles Geld. Keystone

Die UBS hat das Kreditrating für die Axpo von «AA-» auf «A+» gesenkt. Die im laufenden Geschäftsjahr anfallenden Wertberichtigungen seien grösser als erwartet, schreibt die Bank in einem Kommentar. Man gehe von einem erheblichen Reinverlust aus.

Der Badener Energiekonzern hatte den Wert seiner Kraftwerke, Kraftwerksbeteiligungen und Energiebezugsverträge um 1,5 Milliarden Franken nach unten korrigiert. Das war am vergangenen Freitag bekannt geworden. Inzwischen fürchten auch die an der Axpo beteiligten Kantone um ihre Dividende.

Das erste Halbjahr sei bereits schwach gewesen, schreibt die zuständige UBS-Analystin weiter. Die Abschreibungen bestätigten die Annahme, dass auch in den kommenden Jahren nicht mit einer Rückkehr in einen geordneten Markt zu rechnen sei.

Ihr Ausblick bleibe «negativ», da unsicher sei, ob sich das Unternehmen erfolgreich an die verzerrten Marktmechanismen anpassen könne.

Die Folgen für die Axpo

Das tiefere Kreditrating führt dazu, dass der Stromkonzern für Kredite von der UBS künftig höhere Zinsen bezahlen muss.Welche Auswirkungen dieses neue Rating konkret auf die Zahlen der Axpo hat, das bleibt vorerst offen. Axpo-Verwaltungsratspräsident Robert Lombardini warnte bereits vor dem «Teufelskreis» tieferer Ratings.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von P Zunger, Basel
    War doch völlig absehbar mit etwas marktwirtschaftlichem gepaart mit Energie-technischem Sachverstand: wenn man wie in DE 25 Mia€ pro Jahr in hoch unzuverlässige Solar und Windkraft pumpt, die nur in 0-30% der Zeit liefern können, man aber gleichzeitig 99.99% Zuverlässigkeit braucht (geliefert von Kern- und Kohlekraft), entsteht massives Ueberangebot, und damit kommen diejenigen ohne Subventionierung zwangsläufig in Schieflage. Das ist erst Anfang dieser "Energie-Wende"-Planwirtschaft.
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