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Aargau Solothurn Baden soll einen eigenen «Pfuusbus» erhalten

Im Aargau soll es künftig eine mobile Notschlafstelle für Obdachlose gehen. Im Zusammenarbeit mit der «Stiftung Sozialwerke Pfarrer Ernst Sieber», will die Stadt Baden beim städtischen Werkhof einen Pfuusbus einrichten. An den Kosten sollen sich alle Gemeinden im Aargau beteiligen.

Nachtaufnahme vom Pfuusbus von Pfarrer Ernst Sieber in Zürich
Legende: In der Stadt Zürich ist der Pfuusbus seit Jahren etabliert. Nun soll er die erste Notschlafstelle im Aargau werden. Keystone

Die mobile Notschlafstelle entspricht einem grossen Bedürfnis, erklärt die ehemalige Badener Stadträtin Daniela Oehrli: «Der Kanton Aargau hat keine eigene Notschlafstelle - dabei besteht auf der Achse Baden, Brugg, Aarau, Zofingen durchaus Bedarf».

Gemeinden müssen Plätze zur Verfügung stellen

Bis jetzt gehen die Obdachlosen im Winter in die Zürcher Notschlafstellen. «Immer häufiger werden Nicht-Zürcher jedoch weggeschickt», erklärt Oehrli.«Eigentlich sind die Aargauer Gmeinden gemäss Gesetz verpflichtet Notschlafstellen zur Verfügung zu stellen», erklärt Oerhli weiter.

Alle Aargauer Gemeinden sollen zahlen

Das Projekt Pfuusbus in Baden soll von allen Aargauer Gemeinden unterstützt werden. Daniela Oehrli geht von jährlichen Kosten von 440'000 Franken aus. Die Hälfte davon wird mit Freiwilligenarbeit gedeckt.

Die Gemeinden haben mit einer Beteiligung an den Kosten den Vorteil, dass sie Obdachlose an den Pfuusbus in Baden verweisen können. «Das ist deutlich günstiger als eine eigene Notschlafstelle zu betreiben», erklärt Daniela Oehrli.

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