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Zu viel Betrieb für die Brutvögel am Aabach (Symbolbild)
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 27.04.2020.
abspielen. Laufzeit 02:21 Minuten.
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Beliebtes Paddelgebiet Aabach: Stand-up-Paddler wissen nichts von Verbot

Seit einem Monat gilt im Aabach ein Verbot für Stand-up-Paddler und Boote, zum Schutz der Vögel in der Brutzeit.

Ausgangslage: Im Frühling fahren Boote und Stand-up-Paddler häufig vom Hallwilersee den Aabach hinunter. Damit stören sie Vögel in ihrer Brutzeit. Diese verlassen ihre Nester und kommen unter Umständen nicht mehr zurück.

Das Verbot: Um dies zu verhindern, gilt seit dem 1. April bis zum 30. Juni ein Fahrverbot am Aabach zwischen Hallwilersee und dem Schloss Hallwil. Das Verbot gilt nur für jegliche Wasserfahrzeuge, Schwimmer dürfen nach wie vor passieren.

Vogel
Legende: Nistet am Ufer des Aabachs und fühlt sich durch die Wassersportler gestört: der Teichrohrsänger. imago images

Die Gründe: Vor 20 Jahren hatte es in diesem Bereich gemäss Vogelwarte Sempach noch viel mehr Brutvögel als heute. Es bleiben auch Brutvögel aus, deren Bestände an anderen Orten nicht rückläufig sind. «Der Rückgang der Brutvögel muss also etwas mit den aktuellen Gegebenheiten am Aabach zu tun haben», sagt Livio Rey von der Vogelwarte Sempach. Dabei spielt es keine Rolle, dass Stand-up-Paddler leise sind, es ist ihre Optik, welche die Vögel stört.

Die Reaktionen: Wie bei vielen neuen Dingen braucht es zuerst eine gewisse Zeit, bis die Menschen sie umsetzen. So ist es auch beim Fahrverbot, welches nun erstmals seit fast einem Monat gilt. Laut Murièle Jonglez, Rangerin am Hallwilersee, treffen die Ranger aktuell viele Leute, die sich nicht an das Verbot halten. «Die meisten haben aber Verständnis, wenn wir ihnen die Situation erklären.» Bussen bei Zuwiderhandlungen gibt es aktuell noch keine, das kann sich aber schnell ändern.

Die Wirkung: Die erhoffte Wirkung des Fahrverbots ist, dass sich dadurch wieder mehr Brutvögel am Aabach niederlassen und ihre Nester bauen. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht.

Haubentaucher auf dem Wasser
Legende: Der Bestand des Haubentauchers ist im Aabach zurückgegangen. imago images

Regionaljournal Aargau Solothurn, 28.04.2020, 6:31 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Ein Verbot für Stand Up Paddler und Boote im Aabach war schon längst fällig. Dies um die Vögel in der Brutzeit zu schonen. Vögel, die in der Ufervegation oder wie der seltene Flussregenpfeifer auf Kiesinseln brüten, sollten nicht gestört oder vertrieben. Der Mensch ist überall und beansprucht alle Räume. Viele Tiere, auch Vögel werden vertrieben. Greift das Verbot, stehen die Chancen gut, dass sich die Brutvogelbestände wieder erholen. Der Mensch sollte sich wieder mehr auf die Natur besinnen
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    1. Antwort von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
      So ist der Mensch, ein unglaublich egoistisches Wesen, der nur an sich denkt. Man schaue sich nur die Unordnung an, wenn gefeiert oder Leider nur gesoffen wird. Die Leute sind dann nicht mehr imstande, ihren Mist ordentlich zu entsorgen. Die Hirnschäden sind schon zu gross.
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