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Aargau Solothurn Betonplatten auf SBB-Strecke Olten-Bern: Fünf Personen verhaftet

Fünf Personen zwischen 13 und 24 Jahren sollen am Dienstagabend an der Kantonsgrenze Bern-Solothurn Betonplatten auf die Geleise der Zugstrecke Bern-Olten gelegt haben. Ein Zug fuhr über die Platte. Passiert sei zum Glück nichts, die Betonplatten sind zersprungen, heisst es bei der SBB.

Legende: Video Gefährliche Aktion abspielen. Laufzeit 1:38 Minuten.
Vom 27.08.2014.

Die Hauptverkehrsachse Zürich-Bern ist für den gesamten Zugsverkehr in der Schweiz wichtig. Auf der Neubaustrecke Olten-Bern donnern die Züge mit hohen Geschwindigkeiten von Ost nach West und umgekehrt. Deshalb bedeuten Betonplatten auf den Schienen eine erhebliche Gefahr.

Seltenes Ereignis und «fahrlässige Dummheit», sagt SBB

Die Betonplatten wurden bei Recherswil, an der Grenze zwischen den Kantonen Solothurn und Bern, ausgelegt, teilt die Polizei mit. SBB-Mediensprecherin Lea Meyer spricht von einer «fahrlässigen Dummheit». Solche Vorfälle gäbe es glücklicherweise selten, die Lokführer seien aber sensibilisiert, so Meyer weiter.

Schnellzug zwischen Zürich und Bern
Legende: Jugendliche haben auf der SBB-Neubaustrecke Olten-Bern eine Betonplatte auf die Geleise gelegt. Verletzte gab es keine. Keystone

Der betroffene Lokführer habe nach der Kollision mit den Betonplatten um 20:15 Uhr sofort Alarm geschlagen. Die Strecke wurde unterbrochen und Polizei und Bund nahmen die Untersuchungen auf.

Wegen des Vorfalls war die Strecke am Dienstagabend bis um 01 Uhr nur einspurig befahrbar. Die Züge wurden über die alte Strecke umgeleitet. Dies führte zu Verspätungen.

Fünf Personen vorläufig in Haft

Die Solothurner Kantonspolizei hat fünf Personen, darunter mehrere Jugendliche, verhaftet. Das bestätigt die Polizei am Mittwoch. In der Nähe konnten mehrere Personen beobachtet werden. Eine Patrouille der Kantonspolizei Bern hat sie später gefunden. Es handelt sich um Jugendliche und Erwachsene zwischen 13 und 24 Jahren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Weitere Verspätungen wegen Stellwerkstörung

Wenige Stunden nach dem Vorfall folgte am Mittwoch eine Stellwerkstörung auf derselben Strecke. Hier besteht kein Zusammenhang mit dem Vorfall vom Dienstagabend. Ab 04:45 funktionierte ein Signal auf der Strecke nicht mehr richtig. Dies hatte weitere Zugsverspätungen zur Folge. Nach 10 Uhr konnte die Störung behoben werden, danach beruhigte sich die Situation, teilte die SBB mit.

13 Kommentare

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  • Kommentar von martin kappeler, Bern
    Ich bin Angestellter einer Bahngesellschaft und unteranderem Lokführer, Und ich nenne das eine Grosse Dummheit! Nicht auszudenken, was da hätte passieren können!
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    1. Antwort von Alfons Wilbert, Chrisnee, Belgium
      @ M Kappeler - gerade Sie als Lockführer wissen genau welche Strecke ein Zug, der mit 200 km\h fährt, selbst bei einer Notbremsung zurücklegt und Sie wissen auch wie verherend eine Betonplatte auf dem Fahrweg sein kann. Das es keine Entgleisung gab sollte man schon als auussergewöhnlich einstufen ebenso wie die Tatsache dass keine Toten zu beklagen sind. Wie könne Sie da von einer Dummheit sprechen? Das ist versuchter Mord - nichts minder!!
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    2. Antwort von W.Ineichen, Luzern
      Nein, keine grosse Dummheit, sondern an Terrorismus grenzender Massenmordversuch!
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Fertig lustig: da sind niedrigste Beweggründe und Heimtücke klar gegeben. Als regelmässiger Bahnreisender qualifiziere ich solches Tun somit als vorsätzlichen, kaltblütig geplanten Mordversuch! Aufklären, und alle Volljährigen mit lebenslänglicher Sicherheitsverwahrung aus dem Verkehr ziehen!
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  • Kommentar von Pankraz Mai, SG
    "SBB-Mediensprecherin Lea Meyer spricht von einer «fahrlässigen Dummheit»" - Was dürfen denn Jugendliche und Erwachsene zwischen 13 und 24 Jahren alles noch anstellen, damit man nicht mehr von fahrlässiger Dummheit spricht?
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