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Aargau Solothurn Bettag im Kanton Solothurn nicht mehr hoher Feiertag

Der Solothurner Kantonsrat hat den Eidgenössischen Bettag zum normalen Feiertag zurückgestutzt. Dies hat zuvor jedoch zu einer emotionalen Grundsatzdiskussion geführt. Damit kann unter anderem die Heso auch am Bettag geöffnet sein.

Ein altes Geschäft mit der Aufschrift - wegen Bettag geschlossen!
Legende: Im Kanton Solothurn ist am Bettag künftig nicht mehr alles zu. Keystone / Montage SRF

«Feiertage dienen nicht mehr primär der religiösen Besinnung und Erholung,» sagte Roger Spichiger von der SP, «sondern werden immer mehr für zusätzliche Freizeitaktivitäten genutzt». Mit seinem Votum sprach der Sozialdemokrat im Namen der Mehrheit im Solothuner Parlament. Und diese Mehrheit fand es dann auch durchaus vertretbar, den Eidgenössischen Feiertag neu als normalen und nicht mehr hohen Feiertag einzustufen.

Dies wird insbesondere die Organisatoren von Sportveranstaltungen freuen, da diese neu auch am Bettag durchgeführt werden können. Jubeln dürften auch die Verantwortlichen der Heso, der Solothurner Herbstmesse. Diese musste bislang am Bettag ihre Pforten schliessen, was immer wieder für Diskussionen sorgte.

Die Regierung wollte im revidierten Gesetz über die öffentliche Feiertage den Bettag

eigentlich als hohen Feiertag belassen. Sie wurde jedoch überstimmt, genauso wie die Minderheit im Kantonsrat. Diese hatte vor

allem mit christlichen Werten und dem Bedürfnis des Menschen nach Ruhe gegen eine Änderung argumentiert. Das Resultat war am Ende jedoch klar: mit 69 Ja zu 22 Nein bei 4 Enthaltungen wurde der Änderung letztlich deutlich zugestimmt.

Für die CVP ist dieses Resultat doppelt ärgerlich. Sie hatte bereits während der Debatte ein Referendum angedroht, falls der Bettag an Bedeutung verlieren sollte. Bei der Schlussabstimmung haben aber offensichtlich einige CVP Vertreter den

falschen Knopf gedrückt und so zum deutlichen Resultat beigetragen. Wäre dem nicht so gewesen, wäre wohl keine 2/3 Mehrheit zu Stande gekommen und die Solothurner Stimmbürger hätten automatisch über die Gesetzesänderung abstimmen können. Nun muss die CVP, wenn sie das Geschäft wirklich noch an die Urne bringen will, erst auf der Strasse Unterschriften sammeln.

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