Die Schweizer Amateurfunk-Szene trifft sich in Othmarsingen

Am 5. Oktober findet in Othmarsingen das Jahrestreffen der Schweizer Kurzwellenamateure statt. Die Funker wollen an diesem Tag auf ihr spezielles Hobby aufmerksam machen. Die Funker sind überzeugt, dass ihr Hobby auch im Internetzeitalter noch Sinn macht.

Ein Funkgerät mit vielen Knöpfen und Schaltern. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein Funkamateur muss technisch sattelfest sein. Die Geräte sind komplex. SRF

Die Amateurfunkerei erlebte ihren Höhepunkt in den 70er- und 80er-Jahren, sagt der Mitorganisator des «Hamfests 2013» in Othmarsingen, Wolfram Burgy. Aber auch heute habe sein Hobby noch eine Berechtigung, findet Burgy: «In Krisensituationen können die Amateurfunker schnell Verbindungen herstellen, auch wenn alle anderen Kommunikationswege unterbrochen sind», erklärt Burgy weiter.

Funken ist Kontaktaufnahme

Bildschirme mit Informationen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Kurzwellenverbindungen werden auf Bildschirmen dargestellt. SRF

Mit seinem Funkrufnamen HB9TTD sucht Burgy nach Gesprächspartnern. Nach kurzer Zeit meldet sich Udo aus Süddeutschland mit Rufnamen DL3GN. Die beiden diskutieren über ihren Standort, das Wetter und ihre Funkgeräte. «Da entstehen durchaus auch Freundschaften», sagt Burgy. Er habe im Ausland schon einige Funker besucht, die er über den Äther kennengelernt hatte.

Selber funken möglich

Am «Hamfest 2013» in Othmarsingen können die Besucher den Amateurfunkern nicht nur über die Schultern schauen, sondern sie können auch selber ins Geschehen eingreifen. Es wurde extra eine Funkstation mit eigenen Rufzeichen eingerichtet. Normalerweise ist die Benutzung einer Funkstation nur mit Lizenz erlaubt.