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Eine Person im Rolllstuhl
Legende: Bald keine Rollstühle mehr aus Solothurner Produktion. Die Firma Küschall verlagert die Herstellung nach Frankreich. Keystone (Symbolbild)
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Drohende Massenentlassung Solothurner Rollstuhlproduzent schliesst Produktion

Die schlechte Nachricht:

  • Der Rollstuhlhersteller Küschall aus dem solothurnischen Witterswil verlagert seine Produktion nach Frankreich. In Witterswil verbleiben nach jetziger Planung noch 20 Angestellte.
  • 61 Mitarbeiter verlieren höchstwahrscheinlich ihre Stelle. Das Solothurner Amt für Wirtschaft und Arbeit bestätigt die entsprechende Meldung in der Zeitung «Blick».
  • In Frankreich seien die Produktionskosten tiefer, begründet das Unternehmen den Schritt.
  • Für die rund 1500-Einwohner-Gemeinde Witterswil sei die Nachricht ein harter Schlag, heisst es beim Kanton Solothurn. Vor allem weil es sich bei Küschall um ein «Vorzeigeunternehmen» handle.

Die gute Nachricht:

  • Der Mutterkonzern von Küschall, Invacare, will in Witterswil die Europazentrale ansiedeln.
  • «Wir sind froh, dass die Gruppe in Witterswil bleibt und den Standort aufbauen will», sagt der Gemeindepräsident Mark Seelig gegenüber Radio SRF.
  • Neben der Verwaltung sollen dort auch die Forschung und Entwicklung hinkommen.
  • Mark Seelig hofft, dass bis zu 60 neue Ingenieure künftig in seinem Dorf arbeiten. Dies würde den Verlust der anderen Arbeitsplätze wieder wettmachen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Apropos für alle die sich für Rollstühle interessieren es gibt einen höchst engagierten Rollstuhl ‘Bauer' der Großes weltweit bewirkt: Ralf Hotchkiss, Mitgründer der Whirlwind Wheelchair. An amazing man.
  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Könnte dies die hidden Agenda der Firma sein: Die Konzerndienstleitung in dem Steuerparadies Schweiz. Mit Blick auf die geplanten Patenboxen in der Steuervorlage17, die unglaubliche Abzüge bis zu 150% erlauben werden? Diese Patentboxen sind nichts anderes sind als Subventionen durch uns Steuerzahler*Innen. Die Produktion hingegen ausgelagert, dort wo's billiger wird. Auch da Macron hat ja das Arbeitsgesetz geschreddert ....
  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Ironischerweise zahlen die Krankenkassen den Rollstuhl sicher weiter, auch wenn er in Frankreich produziert wurde... Bloss selber dort kaufen darf man ihn nicht. Das verstehe, wer will.
    1. Antwort von Robert Frei  (RFrei)
      Die Krankenkassen bezahlen den Rollstuhl nicht, sie leisten nur einen Beitrag. Den Rest muss man selber bezahlen.