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Legionellen-Fälle im Aargau nehmen zu
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 27.02.2020.
abspielen. Laufzeit 03:58 Minuten.
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Duschen gesperrt Legionellen an der Kantonsschule Baden

Legionellen in Duschen: An der Kantonsschule Baden ist das Warmwasser in den Duschen mit Legionellen verseucht. Auf Anfrage von SRF bestätigt Rektor Daniel Franz einen Bericht des Badener Tagblatts. Die Kanti hat die Duschen gesperrt, externe Spezialisten bekämpfen nun die Bakterien in der Duschanlage mit Spülungen, erhöhter Wassertemperatur und chemischen Mitteln. Rektor Daniel Franz rechnet damit, dass die Duschen in einer Woche wieder geöffnet werden können.

Kein Verdachtsfall: Er habe keine Kenntnisse von Verdachtsfällen an seiner Schule, sagte Daniel Franz, Rektor der Kantonsschule Baden weiter. Er habe aber mehrere Telefonate geführt, bei denen sich Schülerinnen oder Schüler detailliertere Informationen eingeholt hätten.

Erster Fall an der Kanti Baden – aber kein Einzelfall: Der aktuelle Fall in Baden ist kein Einzelfall. 2019 zählte man im Kanton Aargau 39 Fälle von Verseuchungen mit Legionellen. Dies zeigen die Zahlen des Bundesamts für Gesundheit, Link öffnet in einem neuen Fenster. In der gesamten Schweiz waren es letztes Jahr 583 Fälle – bis Mitte Februar bereits 45 neue.

Zunahme der Fälle: Auffallend ist, dass die Legionellen-Fälle zunehmen. Laut Irina Nüesch vom Amt für Verbraucherschutz des Kantons Aargau, gibt es dafür zwei Gründe: Erstens würden Ärzte Patienten häufiger auf Legionellen testen. Zweitens gebe es einen Zusammenhang mit der Klimaerwärmung, da sich Legionellen bei höheren Wassertemperaturen stärker vermehren können. «Vermutlich ist es eine Kombination von beiden Gründen», sagt Irina Nüesch.

Sanierungsbedarf vorhanden: Die Fachfrau Irina Nüesch ist überzeugt, dass es im Kanton Aargau einen Sanierungsbedarf gibt. Verschiedene Einrichtungen mit öffentlichen Duschen seien in die Jahre gekommen. Betroffen sind Hotels, Spitäler, Altersheime oder Schulen. Im Moment seien diese zu Selbstkontrollen der Wassertemperatur verpflichtet. Der Aargau hoffe bei Legionellentests auf Branchenlösungen.

Gefährliche Bakterien

Mikroskopaufnahme der Legionellen
Legende:Public Health Image Libary

Das lösen Legionellen aus: Die Bakterien lösen die Legionärskrankheit aus. Die ersten Symptome wie Fieber, Husten, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Appetitlosigkeit treten nach ein paar Tagen auf. Danach kann es zu einer Lungenentzündung kommen, welche in schweren Fällen sogar tödlich endet. Etwa fünf bis zehn Prozent der Erkrankten sterben. Besonders Raucher und Personen mit einem geschwächten Immunsystem sind gefährdet.

Das kann man tun: Der beste Schutz vor Legionellen ist die genügend grosse Erwärmung des Wassers. Das heisst konkret: Beim Boilerausgang sollten es mindestens 60 Grad, innerhalb der Leitungen 55 Grad sein. Das Kaltwasser sollte unterhalb 25 Grad bleiben. Falls das Wasser kontaminiert ist, werden Kranke mit Antibiotika behandelt.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 17:30 Uhr, gutm;matb

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