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Bei Schulreisen soll in Brugg nicht gespart werden.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 19.10.2019.
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Einwohnerrat Brugg Brugger Schulen bitten Eltern nicht mehr um Geld

Die Brugger Eltern werden künftig nicht mehr aufgefordert, freiwillige Beiträge an obligatorische Schulanlässe zu leisten. Die Stadt Brugg tat dies nach einem Bundesgerichtsurteil.

Das Urteil des Bundesgerichts Ende 2017 sorgte an Schulen im ganzen Land für Aufregung. Für obligatorische Schulanlässe dürfen den Eltern seither nur noch die Verpflegungskosten in Rechnung gestellt werden. Dieser Entscheid stellte alle Gemeinden im Land vor die Frage, wer die übrigen Kosten für Schulreisen und Exkursionen übernehmen soll.

Auch in Brugg war das ein Thema, es geht um Mehrkosten von 60'000 Franken. Da die Kosten für die obligatorischen Schulanlässe bei den Eltern nie ein Thema gewesen seien, sei man auf die Idee mit freiwilligen Beiträgen gekommen, erklärt Stadtrat Willi Däpp.

Brugger Eltern fast genötigt?

Diese Idee kam im Brugger Einwohnerrat jedoch nicht gut an. FDP-Einwohnerrat Michel Indrizzi hält das Eintreiben der freiwilligen Elternbeiträge aus mehreren Gründen für problematisch: «Eltern fühlen sich fast genötigt, diese Beiträge zu bezahlen auch wenn sie sie sich nicht leisten können». Zudem sei es eine Belastung für die Lehrpersonen das Geld einzutreiben, um eine anständige Schulreise zu organisieren.

Schulklasse auf Schulreise
Legende: Keystone / Symbolbild

Der Einwohnerrat hat diesen Entscheid deshalb rückgängig gemacht. Künftig übernimmt die Stadt die Verlagerung der Kosten, die durch den Bundesgerichtsentscheid entstanden sind. Dabei geht es um rund 40'000 Franken an freiwilligen Beiträgen, mit denen die Stadt gerechnet hatte.

Auf Exkursionen wird nicht verzichtet

Unbestritten ist für die Stadt Brugg, dass trotz dieses Entscheids aus Lausanne nicht auf Exkursionen oder Schulreisen verzichtet wird. Anders könnte dies in anderen Gemeinden aussehen. Nach dem Bundesgerichtsentscheid hat die Aargauer Regierung auf einen Vorstoss geantwortet, dass es durchaus möglich sei, dass künftig weniger Schulanlässe durchgeführt würden.

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