Fall Rupperswil: Belohnung geht an Ermittler

Eine Belohnung von 100'000 Franken haben die Behörden vor einigen Wochen ausgesetzt für sachdienliche Hinweise nach dem Vierfachmord von Rupperswil. Die Ermittler haben den Täter aber selber gefunden. Jetzt sollen sie dafür belohnt werden.

Frau hält Fahndungsaufrufe mit Belohnung von 100'000 Franken in den Händen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit einem Fahndungsaufruf in verschiedenen Sprachen suchten die Ermittler am 18. Februar nach dem Täter von Rupperswil. Keystone

Die Aargauer Regierung hat am Mittwoch beschlossen, dass die Belohnung von 100'000 Franken im Vierfachmord von Rupperswil ausbezahlt wird. Das Geld geht an die Ermittler der eingesetzten Sonderkommission «als Anerkennung für den immensen Einsatz in den letzten Wochen und Monaten».

Fassungslos nach Geständnis

3:19 min, aus Schweiz aktuell vom 17.5.2016

Der zuständige Regierungsrat Urs Hofmann bestätigt auf Anfrage von Radio SRF einen entsprechenden Vorabbericht der «Schweizer Illustrierten». Die Belohnung werde an die Mitarbeitenden von Polizei und Staatsanwaltschaft ausbezahlt. Noch offen sei, wie man das Geld verteile. Möglich wären Naturalprämien, ein Zustupf in die Teamkasse oder individuelle Prämien.

Die rekordhohe Summe war im Februar für sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung ausgesetzt worden. Allerdings führten nicht Hinweise von aussen, sondern die «akribische Ermittlungsarbeit» zum Täter, wie die Behörden am letzten Freitag erklärt hatten.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Ermittlungserfolg in Rupperswil

    Aus Tagesschau vom 14.5.2016

    Der Vierfach-Mörder ist gefasst. Ein Erfolg der Kantonspolizei Aargau, die mit einer Taskforce fast 5 Monate rund um die Uhr ermittelt hatte. Was es braucht, damit die Ermittlungen in einem solch schwierigen Fall zum Erfolg führen.