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Eine breite Unterführung für Hirsch & Co.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 29.05.2020.
abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
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Für 8 Millionen Franken Hirsch, Hase und Iltis sollen unteres Aaretal queren können

Das ist in Schinznach-Bad geplant: In Brugg ist eine Unterführung für Wildtiere geplant. Damit soll der im kantonalen Richtplan als «überregional wichtig» eingestufte Wildtierkorridor wieder hergestellt werden. Die Unterführung geht unter der Kantonsstrasse und der Bahnlinie durch und soll 7.6 Millionen Franken kosten. Im Jahr 2021 soll der Bau beginnen und Ende 2021 könnten die ersten Tiere die Unterführung nutzen.

Karte
Legende: Hier ist der Korridor geplant, Ausgangs Schinznach in Richtung Brugg. zvg

Grösser als ursprünglich geplant: Die Unterführung ist 28 Meter lang, 10 Meter breit und 4 Meter hoch. Damit sei sie grösser als ursprünglich geplant, sagt Martin Strübi vom Kanton gegenüber Radio SRF. Man habe gemerkt, dass es in diesem Gebiet nun auch Rothirsche habe, und auch diesen wolle man einen Durchgang ermöglichen.

Rothirsch
Legende: Ein Rothirsch. Keystone

Grösste Lücken im Aargau: Noch gibt es im Kanton Aargau viele unterbrochene Wildtierkorridore. Der wichtigste sei wohl im Gebiet Suret bei Aarau, sagt Wildtier-Oekologin Cristina Boschi, die den Kanton Aargau berät. Zwar sei man dran: Die Bahnlinie hat eine Unterführung, und die Bauarbeiten für eine Überführung über die Autobahn A1 sind im Gang. Noch fehle aber ein Projekt für den Autobahnzubringer zwischen Aarau und Hunzenschwil, erläutert Boschi.

Aargau als Pionierkanton: Finanziert werden die Wildtierdurchgänge über die Sonderkasse Strassenbau. Dabei hilft dem Kanton, dass die Wildtierkorridore im kantonalen Richtplan eingetragen sind. Das habe der Kanton Aargau als einer der ersten so vermerkt, lobt Wildtier-Oekologin Cristina Boschi.

Aargauer Wildtierkorridore: «Die Wildtierkorridore sind Teil der Ökologischen Infrastruktur. Sie dienen in erster Linie der Freihaltung der für die grossräumige Vernetzung wichtigen noch offenen Flächen zwischen den Siedlungen». So definiert der Kanton Aargau die Verbindungen. «Als einer der ersten Kantone hat der Aargau im kantonalenRichtplan von 1996 Wildtierkorridore festgelegt und diese damit verbindlich geschützt. Der Aargau hat die Wichtigkeit von Wildtierkorridoren erkannt und setzt sich dafür ein, diese zu erhalten, aufzuwerten oder wiederherzustellen», schreibt der Kanton im Magazin Umwelt Aargau.

Rehbock
Legende: Ein Rehbock. Keystone

Mittelfristiges Ziel: Der Aargau will bis 2025 die Durchgängigkeit für Wildtiere auf zwei überregionalen Ausbreitungsachsen quer durch den Aargau wiederherstellen. Er stimmt das mit den Nachbarkantonen und dem angrenzenden Ausland ab. Es gibt dann eine Nord-Süd Achse vom Rhein zu den Voralpen und eine Ost-West Achse entlang der Höhenzüge des Jura.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 29. Mai 2020, 12:03 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Auch Wildschweine werden sich freuen! Und wir zahlen noch mehr Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen!
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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Die Wildtierkorridore sind Teil der Ökologischen Infrastruktur. Für das langfristige Überleben von Wildtierbeständen braucht es zusammenhängende Lebensräume. Nur so kann ein genetischer Austausch zwischen Teilbeständen stattfinden. Ein grosses Problem stellen viel befahrene Strassen dar, die für die meisten Tiere unpassierbar sind. Wildtiere nutzen die künstlichen Bauwerke nicht nur zur Überquerung der Strassen, sondern auch als neuen Lebensraum. Erfreulich, dieses Projekt für die Wildtiere.
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