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Gemeinde wehrt sich Vibrationen durch Züge bereiten schlaflose Nächte

Was ist das Problem? Die Anwohner in Hausen AG, welche in der Nähe der Zuglinie wohnen, beschweren sich seit langer Zeit über Körperschall. Dabei handelt es sich nicht um den Lärm, den man direkt vom Zug wahrnimmt, sondern um jenen Lärm, welcher durch die Vibration im Boden entsteht, wenn Züge vorbeirauschen. Die Vibration, geht dabei in den Boden und erreicht über Schall die umliegenden Häuser. Die Wände der Häuser beginnen dadurch zu vibrieren. Dies erzeugt einen feinen Brummton.
«Körperschall ist meistens tieffrequent, meistens leise und kann extrem störend sein», sagt Heiko Loretan, Leiter der zuständigen Abteilung beim Kanton Aargau.

Was kann man tun? Eine Lösung wäre etwa Unterschottermatten unter die Gleise zu legen. Dafür müssten aber die Gleise entfernt werden und die SBB müsste die Strecke sperren. Ausserdem würde diese Lösung viel kosten.

Ein Querschnitt von Zuggleisen mti Schottermatte.
Legende: Unterschottenmatte (gelb), soll Vibration durch Züge verringern. ZVG

«Eine andere Lösung wäre es, eine Schwellenbesohlung einzubauen», erklärt Reto Schärli, Mediensprecher der SBB. Dabei würde eine weitere Schicht über die Schwellen eingebaut. Jedoch sei diese Lösung aktuell gesetzlich noch nicht zugelassen.

Wie geht es weiter? Die Gemeinde Hausen ist seit Mitte der 90er Jahren im Gespräch mit der SBB und drängt auf eine Lösung. Die Gemeinde hat sogar einen Anwalt eingeschaltet, um Druck aufzubauen. «Wir sind im Kontakt mit dem UVEK und dem BAV über unseren Anwalt», so Gemeinderat Harry Treichler gegnüber SRF. Über diese Bundesämter soll eine Lösung gefunden werden. Mittlerweile hat der Gemeinderat Hausen eine neue Umfrage bei den Anwohnern gestartet. So will er weitere Betroffene ausfindig machen, um die Dringlichkeit klarzustellen.

Legende: Video Vibrationen durch Züge bereiten Anwohnern schlaflose Nächte abspielen. Laufzeit 04:17 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 17.09.2018.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Ochsner (Hans Ochsner)
    Die SBB habe Ihre Versprechen nicht eingehalten? Nichts Neues! Es ist grundsätzlich erschreckend wie Eigenmächtig und mit welcher Arroganz und Ueberheblichkeit der Staat den Bürger behandelt. Er verkommt immer mehr zum notwendigen Uebel.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Man sollte da mal fragen, was zuerst da war: Die Bahn oder die Häuser? Zuerst günstig, da in Bahnnähe gelegen, Grundstücke erwerben und dann vom Staat teure Sanierungskosten verlangen. So nicht!
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    An den meisten Orten war die Bahn zuerst da. Oft sogar an bester Seeuferlage! Heute wird nicht mehr nur an Seeufern, sondern gar mitten in der Pampa, immer knapper an die Geleise gebaut. Nur weil dort das Land ein paar Raeppli pro Quadratmillimeter billiger und fuer den Hoeheren Mittelstand knapp erschwinglich geblieben ist. Bei Verdichtungsstressprozessen sollte man immer zuerst feststellen, wer zuerst da war....
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