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Grosse Anteilnahme Gedenkfeier für Opfer der Solothurner Brandtragödie

Legende: Video Solothurn trauert um Brandopfer abspielen. Laufzeit 00:24 Minuten.
Aus News-Clip vom 08.12.2018.
  • An der Gedenkfeier für die sieben Todesopfer des Brandes in der Stadt Solothurn war die Anteilnahme gross. Rund 800 Menschen gedachten in der Solothurner St. Ursen-Kathedrale der Opfer, darunter viele Familien mit Kindern.
  • Vertreter der eritreisch-orthodoxen Kirche, der islamischen Gemeinschaft sowie der drei Landeskirchen wandten sich während der Feier an die Trauergemeinde.
  • Im Namen der Solothurner Regierung sprach Regierungsrätin Susanne Schaffner ihre Anteilnahme aus. Der Solothurner Stadtpräsident Kurt Fluri dankte den Feuerwehrleuten und allen Rettungskräften.

Als Symbol für die Opfer standen sieben Krüge vor dem Altar. Krüge, die fast nicht mit Leben gefüllt werden konnten, wie ein Geistlicher es ausdrückte. Vier Erwachsene und drei Kinder fanden beim Feuer im Wohnhaus Ende November den Tod. Alle Opfer waren Asylsuchende. Sie gehörten zu zwei Familien aus Eritrea und Äthiopien.

«Viele Menschen sind sprachlos», betonte der katholische Pfarrer. Es gehe bei der Gedenkfeier darum der Trauer Raum zu geben. Auch Vertreter der beiden anderen Landeskirchen sowie der eritreischen und der muslimischen Trauergemeinschaften richteten Worte an die 800 Menschen in der Kathedrale. Ein «Chor der Nationen» und ein Geigenspieler bildeten den musikalischen Rahmen.

Anteilname und Dank an die Retter

Die Solothurner Regierungsrätin Susanne Schaffner hielt fest, es gebe in der Stadt und im Kanton viel Mitgefühl und Solidarität – unabhängig von politischen Einstellungen. Der Solothurner Stadtpräsident dankte den Rettungskräften, die in der Brandnacht im Einsatz gestanden waren. Beim Brand konnten sie 19 Menschen aus dem Haus retten.

Der Brand am 26. November

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Der Brand in einem älteren Wohnhaus an der Wengistrasse in der Nähe der Solothurner Altstadt löschte sieben Leben aus. Nach dem Brand an jenem frühen Montagmorgen waren zunächst sechs Personen – zwei Kinder und vier Erwachsene – tot geborgen worden. Ein weiteres Kind starb später im Spital. Zwei Kinder bleiben als Waisen zurück.

Alle Verstorbenen sind Angehörige einer vier- beziehungsweise fünfköpfigen Familie. Sie stammen ursprünglich aus Eritrea und Äthiopien. Sie bewohnten im Haus je eine Wohnung.

Ausgelöst wurde der Brand durch eine Person, die in einer Wohnung im Erdgeschoss im Bett rauchte. Sie wurde zunächst festgenommen und ist geständig. Sie wird vermutlich wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, mehrfacher fahrlässiger Körperverletzung und wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst angeklagt.

Nach der rund einstündigen Feier in der Kathedrale nutzten viele Menschen die Möglichkeit, zu Fuss an den Unglücksort an der Wengistrasse zu gehen. Die Menschen legten eine selber mitgebrachte Rose nieder. Damit wurde das Leben symbolisch an jenen Ort zurück gebracht, an dem die Opfer den Tod fanden.

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